
In ihrem neuesten Roman Hnízda (»Nester«) erzählt die tschechische Schriftstellerin Markéta Pilátová die Geschichte des jungen Deutschböhmen Hans aus Reichenberg/Liberec, der mit seiner Familie nach Brasilien auswandert. Ende des 19. Jahrhunderts fahren in Reichenberg bereits Straßenbahnen, in Brasilien müssen die Eingewanderten aus Böhmen Nester in den Bäumen bauen, um im Urwald zu überleben. Hans begibt sich nachts von seinem Nest aus auf schlafwandlerische Streifzüge durch den Urwald. Er begegnet einer uralten indigenen Frau, Jesuiten und umherziehenden Mördern. Schließlich wird er zu einem bekannten Botaniker, der zwischen Böhmen und Lateinamerika lebt.
Markéta Pilátová © Jiři SobotaMarkéta Pilátová, geb. 1973, ist Schriftstellerin, Journalistin und Übersetzerin. Mehrere Jahre unterrichtete sie Tschechisch für Nachfahrinnen und Nachfahren der tschechischen wie auch der deutschböhmischen Ausgewanderten in Argentinien und Brasilien. Dort begann sie zu schreiben und debütierte mit dem Roman Wir müssen uns irgendwie ähnlich sein (Wieser Verlag 2010), in dem sie europäische und lateinamerikanische Kultur verband. Zu ihren weiteren Romanen zählen Mit Baťa im Dschungel (Wieser Verlag 2020) und Die dunkle Seite (Wieser Verlag 2022). Pilátová war mehrfach für den Magnesia-Litera- und den Josef-Škvorecký-Preis nominiert. Auf Deutsch ist auch ihr Kinderbuch Die Maronenmatrone (Drava 2025) erschienen.
Bei dem Werkstattgespräch mit Dr. Zuzana Jürgens, Geschäftsführerin des Adalbert Stifter Vereins, stellt die Autorin die Entstehung ihres Werks vor, mit ins Deutsche übertragenen Auszügen von Sophia Marzolff.
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Eine Veranstaltung des
Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem
Institut für Slavische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem
Adalbert Stifter Vereins München. Gefördert vom
Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.
Im Rahmen von Deutsch-tschechische Familiengeschichten, einer Veranstaltungsreihe des Deutschen Kulturforums zum Jahr der tschechischen Kultur anlässlich des Gastlandauftritts auf der Frankfurter Buchmesse 2026
In Zusammenarbeit mit dem
Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds. Projektpartner sind der
Adalbert Stifter Verein München, der
Kulturreferent für die böhmischen Länder am Adalbert Stifter Verein und das
Collegium Bohemicum Aussig/Ústí nad Labem
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Nach Übersee
Deutschsprachige Auswanderer aus dem östlichen Europa um 1900
Potsdamer Bibliothek östliches Europa – Kulturreisen
Deutsches Kulturforum östliches Europa, 2015
| Datum | Do, 12.11.2026 |
| Zeit | 10:30 Uhr |
| Eintritt | frei |
| Barrierefrei | Nein |
Ludwig-Maximilians-Universität München – Institut für Slavische Philologie | Raum E318
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