Sucht man nach einem Cicerone in Sachen osteuropäischer Kultur, Literatur und Geschichte, führt kein Weg am Österreicher Karl-Markus Gauß vorbei. In seinem schmalen jüngsten Buch »Die Liebe kommt immer zu spät« hat er einmal mehr einen brillanten Auftritt.
Neue Zürcher Zeitung, 12.05.2026

von Ilma Rakusa

Lang ist die Publikationsliste von Karl-Markus Gauß: Sie enthält Bücher über aussterbende Volksgruppen in Europa, über Roma-Slums in der Ostslowakei, über versprengte Deutsche von Litauen bis zum Schwarzen Meer, zudem tagebuchartige Romane, Erinnerungswerke, ein »Europäisches Alphabet« und Reiseberichte, von zahllosen Essays und Zeitungsartikeln ganz zu schweigen. Gauss ist ein glänzender Beobachter und Erzähler, getrieben vom unermüdlichen Bedürfnis, Europas Ränder zu erkunden und seine historischen Wunden aufzudecken. […]

Verdrängung und Vertreibung – drei faszinierende südosteuropäische Reiseessays von Karl-Markus Gauß
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