Deutschlandfunk Kultur, 13.05.2019
1

Von Linda Gerner

[…] Trotz des Vorrückens der Roten Armee war es von den Nazis verboten, aus Ostpreußen zu fliehen. Als die Familie es dann im Winter 1944 darf, muss es schnell gehen. Der Pferdewagen wird erst mit dem Nötigsten bepackt, als die sowjetischen Truppen schon zu hören sind. Berichte über Massenvergewaltigungen von Frauen und Mädchen und Ermordungen bei Ortseinnahmen der Roten Armee hat Elfriede erst viel später gelesen. Sie glaubt jedoch, dass ihre Mutter darüber Bescheid wusste. Heute wird häufig vom »Massaker von Nemmersdorf« gesprochen – ein Nachbarort des früheren Sodehnen. Die Familie flieht und lässt alles zurück. […]

»Wir waren auch nicht willkommen«
Der gesamte Beitrag auf den Internetseiten von Deutschlandfunk Kultur • Mit der Möglichkeit zum Anhören

In den Weihnachtstagen ist das Haus der Familie Schneider gefüllt mit Besuchern, ihre acht Enkelkinder schauen vorbei. Seit zwei Jahren ist Elfriede Schneider auch Uroma. Sie ist in Nordrhein-Westfalen verwurzelt. Doch als sie als Kind nach Heiligenhaus kam, war sie unerwünscht. Ein Flüchtling aus Ostpreußen.

Publikationen

Die Publikationen des Kulturforums richten sich an einen breiten Leserkreis, dem sie die Kulturtraditionen der Deutschen und ihrer Nachbarn im östl...

Wanderausstellungen

Die Fotoausstellungen des Kulturforums lassen Leben und Kultur vergangener Zeiten wieder auferstehen. Begeben Sie sich mit uns auf Reisen zu den Os...