Seit 1976 verbindet Bremen eine Städtepartnerschaft mit dem polnischen Danzig/Gdańsk. Sie war das erste offizielle Bündnis zwischen einer westdeutschen und einer polnischen Stadt mitten im Kalten Krieg. 1985 folgte die Städtepartnerschaft mit dem lettischen Riga. Als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine schloss Bremen 2023 eine Solidaritätspartnerschaft mit der Schwarzmeermetropole und Oblast Odesa ab.
Alle drei Hafenstädte charakterisiert eine multikulturelle Vergangenheit und ein reiches Kulturerbe, das von verschiedenen Bevölkerungsgruppen – Einheimischen wie Zuwanderern – über Jahrhunderte geprägt wurde. Im 20. Jahrhundert machten Danzig, Riga und Odesa schmerzhafte Erfahrungen mit der deutschen und der sowjetischen Besatzung, dem Nationalsozialismus und Holocaust, deren Spuren bis heute sichtbar und spürbar sind. Mit der Erklärung ihrer politischen Unabhängigkeit wurden sie ab 1989 bzw. 1991 zu wichtigen Symbolen des Kampfes für Freiheit und Demokratie in Mittelosteuropa. Odesa als wichtigster Exporthafen der Ukraine kämpft heute erneut gegen imperialistische Machtansprüche Russlands und für seine selbstbestimmte Zukunft in Europa.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die wechselvolle, u.a. auch deutsche und deutsch-jüdische, Geschichte der drei Hafenstädte und die Verarbeitung dieser vielfältigen Verflechtungen in literarischen und publizistischen Texten durch Autorinnen, die auf unterschiedliche Art und Weise mit ihnen verbunden sind.
Begrüßung
Nancy Böhning, Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa
Grußwort
Dr. Magdalena Gebala, Deutsches Kulturforum östliches Europa
Lesung und Gespräch
mit
Im Anschluss findet ein Umtrunk statt.
Foto: privatDr. Uta von Arnim, geb. 1964 in Berlin, Ärztin und Journalistin. 2021 erschien ihr Buch Das Institut von Riga, in dem sie der nationalsozialistischen Vergangenheit ihres Großvaters nachgeht.
© Weronika KuźmaMagdalena Parys, geb. 1971 in Danzig/Gdańsk (Polen), lebt seit 1984 in Berlin, Schriftstellerin. Bei der Veranstaltung wird sie aus ihrem Roman Biała Rika (dt. »Die Weiße Rika«) lesen, in dem sie ihre deutsch-polnische Familiengeschichte verhandelt.
© Arthur BauerIra Peter, geb. 1983 Zelinograd, heute Astana (Kasachstan), lebt seit 1992 in Deutschland, ist Journalistin, Bloggerin und Buchautorin. 2021 war sie Stadtschreiberin des Deutschen Kulturforums in Odesa und führte einen Blog, den sie in Auszügen vorstellen wird.
Dr. Silke Behl, Literaturwissenschaftlerin und Hörfunkjournalistin, Vorstandsmitglied bei »Poets of all Nations« sowie des Bremer Literaturhauses
Der Eintritt ist frei.
Begrenzte Platzzahl. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bis 20. November 2026 erforderlich unter
E-Mail
oder
T. +49 (0) 331 200 98-0
Eine Veranstaltung des
Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit der
Bevollmächtigten der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa
Das Kulturforum wird gefördert vom
Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
| Datum | Do, 03.12.2026 |
| Zeit | 18:00 Uhr |
| Eintritt | frei, mit Anmeldung |
| Barrierefrei | Ja |
Vertretung des Landes Bremen beim Bund in Berlin
Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin, Deutschland
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