Auch wenn heute in Estland nur noch wenige Menschen Mitglied einer Kirche – oder einer anderen Glaubensgemeinschaft – sind, ist die estnische Geschichte ohne die Kirchengeschichte nicht zu verstehen: beginnend mit der gewaltsamen Mission durch Dänen und Deutsche im 13. Jahrhundert über den Zusammenbruch der mittelalterlichen Ordnung durch die Reformation, die Förderung der Volkssprache und später des »nationalen Erwachens« durch deutschbaltische Pastoren bis hin zur Verfolgung in der Sowjetunion. Auf der Exkursion »Klöster, Pastorate, Universität und Meer« tauchen deutsche Studierende Ende August in diese Themen ein.
Das Kulturforum und seine Kooperationspartner laden alle Interessierten ein, an zwei Vorträgen aus dem Exkursionsprogramm teilzunehmen:
Am Freitag, dem 28. August, schildert der Historiker Olev Liivik, welche Rolle der Glaube und die lutherische Konfession für die deutschbaltische Minderheit Estlands hatte – insbesondere im Kontext des Heimatverlusts nach 1939.
Am Sonntag, dem 30. August, berichtet der Kirchenhistoriker Riho Altnurme – der ebenso wie Liivik an der Universität Dorpat/Tartu lehrt – von der Lage der Kirche in der Zeit der sowjetischen Okkupation 1940/44–1991.
Öffentliche Vorträge im Rahmen der Begegnungsreise für Studierende »Klöster, Pastorate, Universität und Meer«
Deutschen Kulturforums östliches Europa in Kooperation mit dem Deutsch-Baltischen Kirchlichen Dienst, dem
Deutschbaltischen Jugend- und Studentenring und der
Europäischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern
Das Kulturforum wird gefördert vom
Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
| Datum | So, 30.08.2026 |
| Zeit | 10:00 Uhr |
| Eintritt | frei |
| Barrierefrei | Nein |
Ev.-Luth. Deutsche Erlösergemeinde Reval/Tallinn – Gemeindesaal | EELK Saksa Lunastaja Kogudus
Vana-Kalamaja tn 31, 10415 Tallinn, Estland
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