Zwei Jugendliche verlieben sich ineinander in einem kleinen schwäbischen Dorf in Ungarn. Über ihrer Liebe schwebt jedoch der Schrecken der Vertreibung. Sie möchten in ihrer Heimat bleiben wie alle anderen auch. Der Preis, den sie dafür zahlen müssen, ist aber so hoch, dass es bis zum Ende unklar ist, wie sie sich entscheiden werden. Das Theaterstück Bündeltanz stellt anhand ihrer Geschichte die Tragödie der Vertreibung der Ungarndeutschen dar.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es kaum Ungarndeutsche, die nicht von Entrechtung, Enteignung oder Vertreibung betroffen waren. Der Alltag und das Leben der Menschen nahmen zwangsläufig eine 180-Grad-Wendung und die ungarndeutschen Siedlungen veränderten sich radikal. Wie war es möglich, in dieser schwierigen Umbruchszeit zu (über)leben? Das Theaterstück nähert sich den unverarbeiteten Ereignissen vor 80 Jahren. Die Mitwirkenden stammen zum Großteil aus Familien, die betroffen waren.
Das Stück ist das Ergebnis einer kollektiven kreativen Arbeit, in die Erinnerung von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie ungarndeutsche musikalische Traditionen einflossen. Es ist am 17. August 2021 im ungarndeutschen Dorf Feked uraufgeführt worden. Seither gab es über 30 (Freilicht-)Vorstellungen, meist in Gängen und Höfen traditioneller ungarndeutscher Bauernhäuser. Diesmal wird das Stück im Rahmen des Donaufestes in einem geschlossenen Raum des Ulmer Theaters aufgeführt.
Regie
Darsteller
Eine Veranstaltung des
Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem
Donauschwäbischen Zentralmuseum, der
Kulturreferentin für den Donauraum am Donauschwäbischen Zentralmuseum und dem
Theater Ulm
Das Kulturforum wird gefördert vom
Bundesministerium des Innern aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
| Datum | Sa, 11.07.2026 |
| Zeit | 19:00 Uhr |
| Eintritt | frei |
| Barrierefrei | Nein |
Theater Ulm – Podium
Herbert-von-Karajan-Platz 1, 89073 Ulm, Deutschland
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