Die deutschen Komponisten Heinrich Stiehl und Carl Schuberth hat es im 19. Jahrhundert weit in die Welt hinausgeführt. Beide lebten und wirkten eine Zeit lang in St. Petersburg: Schuberth als Cellist, Pädagoge, Musikdirektor der Universität und Dirigent der Kaiserlichen Hofkapelle. Stiehl zunächst als Organist an der evangelischen St. Petrikirche. Schuberth widmete seine Sonate op. 43 dem Cellisten Karl Dawydow und dem Pianisten Anton Rubinstein. Als Rubinstein Direktor von ihm mitbegründeten Konservatoriums in St. Petersburg wurde, berief er Stiehl als Orgelprofessor. Dort unterrichtete der gebürtige Lübecker u.a. den jungen Peter Tschaikowsky im Fach Orgel. Seine Sonate op. 37 widmete er dem älteren Kollegen Schuberth. 1860 erhielt das Werk den Preis der Deutschen Tonhalle in Mannheim und hat deshalb den Beinamen Preis-Sonate.
Heinrich Stiehl und Carl Schuberth. zeitgenössische Abbildungen
Für das Duo Seemann/Lange füllen die beiden Sonaten die Lücke im Cello-Repertoire zwischen Felix Mendelssohn und Johannes Brahms. Die CD wurde unter der Leitung von Moritz Bergfeld (Coviello Classics) Ende März 2025 im Schloss Bad Krozingen aufgenommen. Aufnahme und Veröffentlichung wurden ermöglicht durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa (Potsdam) und dem Verein der Freunde des Ensembles Wunderkammer.
Heinrich Stiehl (1829–1886)
Sonate für Pianoforte und Violoncello a-Moll, op. 37
Allegro appassionato – Scherzo quasi Capriccio: Allegro vivace – Andante sostenuto (»Lass, o Welt, o lass mich sein«) – Finale: Allegro molto
Carl Schuberth
Grande Sonate für Violoncello und Klavier D-Dur, op. 43
Allegro moderato – Intermezzo: Andante e Scherzo – Finale: Allegro vivace
Martin Seemann, Violoncello
Mira Lange, Hammerflügel
© Anja Moeller
Martin Seemann ist wie Mira Lange Mitglied des 2013 in Berlin gegründeten Ensembles WUNDERKAMMER. Er studierte bei Wolfgang Böttcher in Berlin und Ivan Monighetti in Basel und konzertiert auf dem modernen sowie barocken Violoncello. Als Solist und Ensemblemusiker im Hoffmeister-Quartett sucht er systematisch nach neuem Repertoire.
© Anja Moeller
Seine Klavierpartnerin Mira Lange studierte Cembalo und Blockflöte in Frankfurt am Main, ist Preisträgerin des Telemann-Wettbewerbs in Magdeburg und konzertiert in zahlreichen Ensembles wie WUNDERKAMMER sowie mit astrophil & stella und der Lautten-Compagney.
www.ensemble-wunderkammer.com
Vorverkauf über
Reservix
Eine Veranstaltung des
Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit den
Schlosskonzerten Bad Krozingen und dem
Verein der Freunde des Ensemble WUNDERKAMMER
Das Kulturforum wird gefördert vom
Bundesministerium des Innern.
Samstag, 11. April 2026
19:00 Uhr
Friedenauer Kammermusiksaal, Berlin
weitere Informationen
| Datum | Sa, 21.03.2026 |
| Zeit | 19:30 Uhr |
| Eintritt | 25,– Euro, weiteres siehe unten |
| Barrierefrei | Nein |
Schlosskonzerte Bad Krozingen
Am Schlosspark 7, 79189 Bad Krozingen, Deutschland
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