Bei der mitreißenden und wissenschaftlich fundierten Vorstellung Marcin Wiatrs von galizischen Orten, Landschaften, Persönlichkeiten und Literaturen erfährt das Publikum eine Menge über die vielfältige Kultur des Landes. Bereichert durch die virtuose musikalische Begleitung des Duos Daria Formina und Oles Amiram Volinchik, taucht es in die Welt jüdischer, ukrainischer, polnischer und deutscher Literatur ein und lernt die einheimischen Bergvölker der Goralen, Lemken, Bojken und Huzulen kennen.
Jeder findet hier ein Thema für sich und teilt es mit den Vorlieben der anderen – so, wie sich die verschiedenen Begegnungen zwischen Kunst- und Kulturschaffenden im historischen Galizien abgespielt haben. Dabei entsteht ein neuer gemeinsamer Erfahrungsraum. Diese literarisch-musikalische Darbietung entführt das Publikum auf eine entdeckungsreiche Reise, die inspiriert, weiterzulesen, weiterzudenken und vielleicht aufzubrechen, um die bis heute lebendige und vielfältige Kultur Galiziens selbst zu erleben.

Marcin Wiatr, Historiker und Germanist aus Gleiwitz/Gliwice (Oberschlesien), ist am Leibniz-Institut für Bildungsmedien – Georg-Eckert-Institut tätig. Er ist Verfasser zahlreicher Beiträge und Publikationen sowie Mitherausgeber des deutsch-polnischen Geschichtsbuchs Europa – unsere Geschichte/nasza historia. 2025 erschien die 2. Auflage seines Literarischen Reiseführers Oberschlesien.
Mit seinem 2022 im Verlag des Deutschen Kulturforums erschienenen Buch Literarischer Reiseführer Galizien. Unterwegs in Polen und der Ukraine führt er an Orte europäischer Geschichte im Südosten Polens und im Westen der Ukraine. Die Streifzüge durch die naturräumliche, künstlerische und literarische Landschaft Galiziens von Krakau über Tarnow bis nach Brody sowie von Lemberg über Drohobytsch, Stanislau/Iwano-Frankiwsk und Boryslau bis nach Zakopane sind mit Karten und Bildern versehen. »›Literarischer Reiseführer‹ ist für diesen Führer wahrlich ein Understatement.« (Gerhard Gnauck, F.A.Z.)
Daria Formina (Holzblasinstrumente) stammt aus einer weltbekannten Musiker-Dynastie. Sie wuchs in Charkiw, Ukraine, auf und lebt infolge der russischen Invasion in Hamburg. Ihr Schwerpunkt liegt auf traditioneller ukrainischer und jüdischer Musik, sie tourt europaweit, spielt und arbeitet auf Festivals wie Rudolstadt, Yiddish Summer Weimar und Shtetl Berlin.
Oles Amiram Volinchik (Multiinstrumentalist) ist jüdischer Musiker und tourt europaweit. Er wird für seine Stimme, Ausstrahlung, Authentizität und fantasievollen, eigenwilligen Arrangements geschätzt. Sein neuestes jüdisch-ukrainisches Projekt »UkraYiddish« fand große Resonanz in der internationalen Presse und wurde in das Kulturprogramm des Zentralrats der Juden in Deutschland aufgenommen.
Texte: Deutsch, Musik: Ukrainisch, Jiddisch, …
Eine Veranstaltung des
Deutschen Kulturforums östliches Europa in Kooperation mit dem
Café Kiyv
Das Kulturforum wird gefördert vom
Bundesministerium des Innern.
| Datum | Mo, 23.02.2026 |
| Zeit | 21:15 Uhr |
| Eintritt | frei |
| Barrierefrei | Ja |
Café Kyiv im Colosseum Berlin
Schönhauser Allee 123, 10437 Berlin, Deutschland
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