Ursprünglich in der jüdischen Kabbala verwurzelt, erzählt die Golem-Legende von einem menschenähnlichen Wesen, das aus lebloser Materie geschaffen wurde. Der Golem wird durch mystische Rituale und die Rezitation heiliger Texte zum Leben erweckt, oft mit dem Ziel, die jüdische Bevölkerung zu beschützen. Am bekanntesten ist der Prager Golem, aber auch aus Cholm/Chełm (heute Polen) oder Wilna/Vilnius (heute Litauen) sind Varianten der Legende überliefert.
Sie wird nun in einer Bühnen-Collage neu erzählt: Texte aus sechs Ländern und drei Jahrhunderten – von romantischen bis zu modernen Stimmen – verweben sich zu einem vielschichtigen Dialog über Schöpfung und Verantwortung, Macht und Ohnmacht. Eine Künstliche Intelligenz tritt als Akteurin hinzu und eröffnet eine brisante Perspektive: Was bedeutet Menschsein in einer Zeit, in der Maschinen zu denken scheinen? Wort, Klang und Videoprojektion verschmelzen zu einem eindrucksvollen Erlebnis zwischen Literatur, Philosophie und Zukunftsvision – poetisch und gleichzeitig beunruhigend aktuell.
Karten (10,– Euro, ermäßigt 5,– Euro) sind im Onlineshop des Jüdischen Museums Frankfurt am Main erhältlich.
Gegebenenfalls gibt es noch Restkarten an der Museumskasse.
Eine Veranstaltung des
Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem
Jüdischen Museum Frankfurt
Das Kulturforum wird gefördert vom
Bundesministerium des Innern.
| Datum | Do, 12.02.2026 |
| Zeit | 19:30 Uhr |
| Eintritt | 10,– Euro | 5,– Euro ermäßigt |
| Barrierefrei | Nein |
Jüdisches Museum der Stadt Frankfurt am Main
Bertha-Pappenheim-Platz 1, 60311 Frankfurt am Main, Deutschland
Adresse mit Google Maps öffnen.