Der Vater schlug ihn mit der Peitsche blutig, doch den »Unglücksmenschen« Horst Eckert ließ der Janosch hinter sich. Nachruf auf einen »Helden der Steppe«, der seine Dämonen besiegte und nicht nur den Kleinen Bären gesund machte.
Die Welt, 04.11.2026

von Wieland Freund

[…] Tatsächlich war Janosch selbst so etwas wie Sehnsuchtsfigur. Er war die (zunächst lange namenlose) Persona, die Horst Eckert erfunden hatte, um nicht mehr Horst Eckert zu sein – ein kleiner, oft kränkelnder Junge aus dem oberschlesischen Hindenburg, den der Vater nach Horst Wessel benannt hatte und im Rausch mit der Peitsche blutig schlug. […] Hort Eckert, in Hindenburg noch für das Schlosserhandwerk vorgesehen, hatte nach der Flucht in einer Stofffabrik und einer Baumwollspinnerei gearbeitet und dann in Krefeld eine Textilfachschule besucht, um schließlich an der Akademie der Schönen Künste in München abgelehnt zu werden, als freischaffender Maler zu scheitern, Tapetenmuster zu designen und sich für Zeitungen kleine Geschichten auszudenken. […]

Er war der Janosch und aus Sehnsucht gemacht
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