Als Kulturhauptstadt wollte sich das kroatische Rijeka neu erfinden. Dann kam Corona – und die Besucher blieben aus. Was passiert nun in den sanierten Ruinen und auf Titos restaurierter Staatsyacht?
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.11.2021

 Von Thomas Maier

[…]  2020 war Rijeka Europas Kulturhauptstadt (ECOC). Der Zuckerpalast, der »Palača šećera«, sollte als Renommierprojekt für das in Vergessenheit geratene Rijeka werben, das sich als Stadt der Kultur neu erfinden wollte. Doch Corona machte alle Pläne zur Makulatur. […] Derzeit befindet sich die Stadt an der Kvarner Bucht in Kroatien, die vor dem Ersten Weltkrieg zu den zehn größten Häfen Europas zählte, in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Rijeka hat rekordverdächtig viele Flächen an verfallenen Industriebauten. Nach dem Auseinanderbrechen Jugoslawiens und der Wende in Osteuropa gingen in den 1990er-Jahren in Rijeka reihenweise große Fabriken und Werften bankrott, da plötzlich die Märkte fehlten. In wenigen Jahrzehnten verlor die Stadt ein Drittel ihrer Einwohner. Derzeit leben dort rund 120.000 Menschen. Als Kulturhauptstadt wollte man auch international das »Aschenputtel«-Image loswerden. […]

Zerplatzte Träume
Der gesamte Artikel in der Online-Ausgabe der F.A.Z.

Alexandra Stahl war Stadtschreiberin von Rijeka
Die Journalistin schrieb ab Mai Pandemie-bedingt zunächst aus Berlin über die Europäische Kulturhauptstadt 2020 und berichtete dann von Ende Juni bis November live vor Ort aus Rijeka

www.stadtschreiberin-rijeka.de
Zum Weblog der Stadtschreiberin Rijeka 2020