Buchbesprechung aus dem Newsletter der Martin-Opitz-Bibliothek Herne

Buchcover: Matthias Drobinski & Thomas Urban: Johhanes Paul II. Der Papst, der aus dem Osten kam

»›Johannes Paul II. (1920 – 2005) war ein Jahrhundertpapst. Er begeisterte die Massen, und seine Besuche in Polen zeigten den Menschen im Ostblock: Es gibt eine Kraft, die stärker ist als der kommunistische Staatsapparat‹ heißt es im Klappentext der Biografie, des ersten polnischen Papstes.

Das Autorenduo Matthias Drobinski und Thomas Urban porträtiert den ›Jahrhundertpapst‹ und zeigt die Widersprüche in seiner Person. Er setzte sich für einen Dialog zwischen den Weltreligionen ein und war durch seine Unterstützung der antikommunistischen polnischen Gewerkschaft ›Solidarność‹ maßgeblich an der Demokratisierung seines Heimatlandes Polen beteiligt, jedoch galt er auch als wenig modern, da er die Kirche in einem eher autoritären Stil regierte, Unerbittlichkeit in Sachen Sexualmoral zeigte und sich vehement gegen Frauen im Priesteramt aussprach. Die Biografie beleuchtet beide Seiten, nennt Fakten, die eigentlich allgemein bekannt sind. Die Autoren schmücken die Biografie jedoch mit neuen Details und erzählen in einem ruhigen und sachlichen Ton, dem man gerne folgt.

Insgesamt eine schöne Biografie, die ein facettenreiches Bild von Papst Johannes Paul II. zeigt. Die Autoren sind stellenweise kritisch und stellen ein gelungenes Porträt zusammen.«
Anna Bogatinis, Freiwilliges Soziales Jahr Kultur

Quelle: Newsletter der Stiftung Martin Opitz-Bibliothek