Während das Ende des zweiten Weltkriegs für viele Menschen mit der Hoffnung auf einen Neuanfang verbunden war, mussten die Ostpreußen weiter bangen. Ihre Heimat wurde zwischen der Sowjetunion und Polen aufgeteilt, die Deutschen vertrieben. Für viele Kinder, die ihre Eltern verloren hatten oder durch den Krieg von ihnen getrennt waren, begann eine Zeit bitteren Hungers.
Immer auf der Suche nach Essen, zogen die sogenannten Wolfskinder durch die Wälder oder schlichen über die Grenze nach Litauen. Hier wurden sie oft von Bauern aufgenommen – als billige Arbeitskräfte oder als Teil der Familie. Wieder andere landeten in sowjetischen Waisenhäusern. Über ihre Erlebnisse reden durften oder wollten sie lange nicht. In Deutschland ist bis heute wenig bekannt über ihr Schicksal. Anders in Litauen. Hier gibt es seit zwei Jahren einen nationalen Gedenktag für sie.
Ein Feature von Matthias Bertsch, RBB Radio3, ca. 30 Min.
Die Geschichte der ostpreußischen Wolfskinder
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