Was bedeutet mir Heimat? Schönberg – Stettin/Szczecin
Ausstellung im Rahmen eines Jugendprojekts der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg, Schleswig-Holstein, im Flandernbunker Kiel

Was bedeutet mir Heimat? Schönberg – Stettin/Szczecin Platzhalterdarstellung für ausgewählte Veranstaltungen
Noch mit den ursprünglichen Fliesen der früheren Metzgerei gekachelte Wand im kleinen Café von Monika Szymanik in Stettin/Szczecin; sie hat Fotos von den ehemaligen Eigentümern aufgehängt.
Foto: © Deutsches Kulturforum östliches Europa

Das fast viermal so kleine Bundesland Schleswig-Holstein nahm nach dem Zweiten Weltkrieg knapp halb so viele Vertriebene und Flüchtlinge auf wie Bayern – wie verkrafteten die Menschen vor Ort diesen Bevölkerungszuwachs? Wo wurden die aus Pommern, Danzig, Ost- und Westpreußen stammenden Menschen untergebracht, wie nach und nach in die einheimische Bevölkerung integriert? Und was passierte in den Regionen, aus denen die Vertriebenen und Flüchtlinge stammten und die nun Teil Polens waren?

Mit diesen Fragen hat sich an der Gemeinschaftsschule Probstei Schönberg (Schleswig Holstein) eine 12. Klasse im Rahmen ihrer Projektarbeit zum Thema »Begegnungen von Kulturen – Konfrontation, Abgrenzung und Integration« auseinandergesetzt. Dazu sprachen die Schülerinnen und Schüler von Inga Asmussen, Kreisfachberaterin für Kulturelle Bildung im Kreis Plön, mit Zeitzeugen in Schleswig-Holstein und nahmen die Interviews auf, befragten die eigenen Familien und recherchierten im Stadtarchiv von Stettin.

In Stettin ging es nicht nur um die deutschen Flüchtlinge, sondern auch um die polnischen Neuansiedler aus Ostpolen, die sich im »Wilden Westen« Polens eine neue Heimat bereiteten; aber auch um die deutschen Hinterlassenschaften in der Stadt. Die Wege der Flüchtenden wie Ankommenden wurden in Stettin nachvollzogen, eine hervorragend renovierte Industriellenvilla besichtigt sowie das in einer ehemaligen deutschen Metzgerei eingerichtete kleine Café einer Polin, die auf deutschen Spuren wandelt, besucht.

Aus all den Gesprächen und Recherchen ist unter Anleitung der Kulturvermittlerin Astrid Krömer die Ausstellung »Was bedeutet mir Heimat? Schönberg – Stettin/Szczecin« entstanden, die den Besuchern hoffentlich eine vieldeutige und persönliche Antwort auf die eingangs aufgeworfene Frage geben kann.

Eröffnung der Ausstellung

Freitag, 1. Oktober 2021
19:00 Uhr
weitere Informationen

Öffnungszeiten

täglich
10:00 bis 17:00 Uhr

Anfahrt

Der Flandernbunker befindet sich in Kiel-Wik an der Kiellinie, Eingang Marinehafen.
Sie erreichen den Flandernbunker mit Bussen der KVG:
Linien 41/42 und 32/33: Haltestelle Mercatorstraße (170 m Fußweg)
Linien 6, 11, 91/92, 501/502, 900/901: Haltestelle Elendsredder (450 m Fußweg)


Die Ausstellung wurde von der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg, Schleswig-Holstein, in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa erstellt.

Datum Sa, 02.10.2021
Ende 15.01.2022
Eintritt Kostenfrei
Barrierefrei Nein
Flandernbunker Kiel

Flandernbunker Kiel
Kiellinie 249, 24106 Kiel, Deutschland Adresse mit Google Maps öffnen.

Kategorien

Ausstellung

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