Siebenbürgen ist bekanntlich ein Binnenland ohne Zugang zum Meer. Dennoch ist das Motiv des Meeres immer wieder Gegenstand im Werk siebenbürgischer Künstlerinnen und Künstler.
Küstenlandschaften, mal sonnig, mal stürmisch, sind dabei ebenso zu entdecken wie Hafenszenen, die einerseits idyllische Fischerorte, andererseits Industriehäfen als Symbole des Fortschritts und der Arbeitswelt zeigen. Boote werden zum Motiv heiteren Urlaubsvergnügens, aber auch zum Sinnbild des »Aufbruchs zu neuen Ufern«, wie der Künstler Kaspar Lukas Teutsch eines seiner Werke betitelte.
Mit dem gesellschaftlichen und insbesondere politischen Wandel verändern sich auch die Motive und bilden somit einen Indikator für das Zeitgeschehen. War für die Künstler der ausgehenden k. u. k. Monarchie die Adria ein wichtiger Bezugspunkt, rückt nach dem Anschluss Siebenbürgens an Rumänien insbesondere die Schwarzmeerküste in den Fokus.
Diese bleibt auch nach dem Zweiten Weltkrieg in der geistigen Enge des kommunistischen Kulturbetriebs Rumäniens ein »Sehnsuchtsort« und beliebtes Sujet, während bei den nun in Deutschland lebenden Künstlerinnen und Künstlern, wie Hildegard Schieb oder Heinz Schunn, mit der Zeit des Wirtschaftswunders der 1960er Jahre Meeresdarstellungen zu einem Ausdruck neu gewonnener Freiheit und Reisemöglichkeiten werden.
Die Sonderausstellung zeigt Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken aus der Sammlung des Siebenbürgischen Museums. Die Werke spannen einen Bogen vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Eine Ausstellung des
Siebenbürgischen Museums Gundelsheim
| Datum | Sa, 11.07.2026 |
| Ende | 28.02.2027 |
| Eintritt | Kostenfrei |
| Barrierefrei | Nein |
Siebenbürgisches Museum Gundelsheim
Schloss Horneck
1, 74831 Gundelsheim am Neckar, Deutschland
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