Wolfgang Rackebrandt
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Foyer des Königlichen Gerichtshofs (heute Ethnographisches Museum)

Eine Ausstellung des Deutschen Kulturforums östliches Europa und des Forschungsinstituts für Kunstgeschichte der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, gemeinsam präsentiert mit dem Schinkel-Zentrum im Ausstellungsforum der Technischen Universität Berlin. • Mit freundlicher Unterstützung des Collegium Hungaricum Berlin

Am Abend des 11. Januar 2007 wurde im Ausstellungsforum der Technischen Universität die vom Deutschen Kulturforum östliches Europa und dem Forschungsinstitut für Kunstgeschichte der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam erstellte Ausstellung eröffnet. Das zahlreich erschienene Publikum – ca. 100 Gäste, unter ihnen auch der Berliner Landeskonservator Dr. Jörg Haspel – zeigte sich beeindruckt von der Präsentation.

In Ihren Grußworten dankten Frau Dr. Ulrike Laible vom Schinkel-Zentrum der Technischen Universität und Frau Dr. Nogossek, Direktorin des Deutschen Kulturforums östliches Europa, den Kooperationspartnern für die hervorragende Zusammenarbeit. Gábor György Papp, der ungarische Kurator der Ausstellung, führte die Besucher in einem kurzen Vortrag in das Thema ein.

Frau Dr. Nogossek wies darauf hin, dass ein Gang durch Budapest aus Berliner Sicht in gewisser Weise einem Gang durch ein Architekturmuseum gleichkomme: Aufgrund der vielfältigen Verflechtungen zwischen der Berliner und der Budapester Baukunst gerade in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und aufgrund der Tatsache, dass Budapest im Gegensatz zu Berlin kaum bombardiert wurde, bewahrten große Teile des heutigen Budapester Stadtbildes Architekturformen, von denen auch Berlin einst geprägt war, die jedoch dort nicht mehr zu finden seien. Und so zeigt die Ausstellung zum einen die vielfältigen architektonischen Beziehungen und wechselseitigen Einflüsse zwischen Ungarn und Deutschland in der Periode des Historismus, präsentiert zum anderen architektonische Einblicke in das Berlin der Vorkriegszeit, und lenkt schließlich auch den Blick auf eine nach wie vor stadtbildprägende und doch bisher wenige beachtete architektonische Facette der ungarischen Hauptstadt.

Die gegenwärtige Präsentation der Ausstellung in der Technischen Universität zeichnet sich dadurch aus, dass neben den Fotografien von Mathias Marx und József Hajdú und den erläuternden Bild-Text-Tafeln auch zahlreiche Originalzeichnungen und -pläne aus Budapester Sammlungen und aus dem Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin (ehemals Plansammlung) zu sehen sind.