Deutsche Spuren in Rumänien | Nur noch Restexemplare!
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60 Seiten, brosch., Duaton, mit 12 Abb., € [D] 0,00, ISBN-10: 3-936168-10-5. ISBN-13: 978-3-936168-10-5

Dokumentation des Potsdamer Forums vom 24.04.2003 im Alten Rathaus Potsdam

Rumänien lebt von der kulturellen Vielfalt seiner ethnischen und religiösen Minderheiten. In Vergangenheit und Gegenwart haben Menschen unterschiedlicher Sprache und Herkunft zum kulturellen Reichtum des Karpatenlandes beigetragen und der Nachwelt ein vielschichtiges und faszinierendes Erbe hinterlassen. Über Jahrhunderte haben neben rumänischen, ungarischen und ruthenischen auch deutsche Künstler, Baumeister und Schriftsteller die kulturelle Vielfalt Rumäniens bereichert. Der Beginn der Auswanderungsbewegung der deutschsprachigen Bevölkerung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges läutete das Ende einer Jahrhunderte währenden Epoche der deutschen Kulturgeschichte in Siebenbürgen und im Banat ein. Heute leben nur noch wenige Deutsche in Rumänien. In Siebenbürgen und im Banat trifft man bis heute auf Spuren, die Zeugnis vom Leben und kulturellen Wirken der deutschsprachigen Minderheit ablegen. Die mittelalterliche Stadtanlage von Hermannstadt, der barocke Dom von Temeswar und die „Schwarze Kirche“ in Kronstadt – der größte gotische Dom in Südosteuropa – zählen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Rumäniens. Welcher Besucher kann sich der Faszination der zahlreichen Kirchenburgen Siebenbürgens entziehen? Was wäre die Bildungslandschaft Rumäniens ohne die verschiedenen protestantischen Schulen und Gymnasien, die ihre Gründung Vertretern der deutschsprachigen Minderheit verdanken? Doch was geschieht heute mit diesen Zeugnissen der Kulturgeschichte nach dem Wegzug jener Menschen, die sie mit Leben erfüllten? Wie gehen die neuen Bewohner der ehemals deutsch geprägten Städte und Dörfer mit dem vorgefundenen kulturellen Erbe um? Wie stellen wir uns zu diesem Kapitel der Kulturgeschichte, das uns mit den Menschen in Rumänien verbindet? Lassen sich die vielschichtigen historischen Erfahrungen der Bewohner Siebenbürgens und des Banats für den heutigen deutsch-rumänischen Dialog fruchtbar machen?

Über diese und andere Fragen diskutierten auf dem Potsdamer Forum am 24. April 2003 Prof. Dr. Axel Azzola Jurist, Staatssekretär a.D., Berlin, Prof. Dr. Andrei Corbea-Hoişie Germanist, Universität Iaşi, Dr. Christoph Machat, Deutsches Komitee ICOMOS, Köln, Herta Müller, Schriftstellerin, Berlin. Das Gespräch wurde moderiert von Robert Schwartz, Deutsche Welle, Köln.

Im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe Potsdamer Forum lädt das Deutsche Kulturforum östliches Europa alljährlich zu vier kulturpolitischen Podiumsgesprächen, in denen Politiker, Journalisten, Wissenschaftler und Künstler über Fragen der gemeinsamen Geschichte der Deutschen und ihrer östlichen Nachbarn diskutieren.

Historisches Erbe – Kapital für die Zukunft? Deutsche Spuren in Rumänien.
II. Potsdamer Forum 2003 zur Geschichte der Deutschen und ihrer östlichen Nachbarn

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