Laudatio von Martin Becker für die Autoren des Filmes »Alois Nebel« aus Anlass der Verleihung des Georg Dehio-Kulturpreises 2015

von Martin Becker
von Martin Becker
Laudatio von Martin Becker für die Autoren des Filmes »Alois Nebel« aus Anlass der Verleihung des Georg Dehio-Kulturpreises 2015
»Ein Schmuckstück der Schwermut« nennt der Schriftsteller und Journalist Martin Becker den Film »Alois Nebel« in seiner Laudatio. Anlass war die Verleihung des Ehrenpreises des Georg Dehio-Kulturpreises 2015 an die Autoren des Films am 24. September 2015 im Atrium der Deutschen Bank, Unter den Linden, in Berlin.
Martin Becker

Im dichten Nebel sehen wir die Hand vor Augen nicht. Im dichten Nebel kommen wir kaum voran. Im dichten Nebel verliert unsere Sehkraft an Bedeutung, wird der Blick zurück ebenso schwammig wie der in die Zukunft. Im dichten Nebel gibt es nichts mehr als Schemen. Manchmal bleiben wir stehen, wenn ein Vorankommen unmöglich geworden ist, manchmal schauen wir dann tief in unsere eigene Seele, weil wir, verwirrt vor lauter Umnebelung, gar keine andere Wahl mehr haben. Ja, es gibt Zeiten, da ist der Nebel stark und mächtig, und wir so klein und hilflos angesichts dessen, was uns umgibt.

Der Berührungsnebel, der Strahlungsnebel, der Turbulenznebel, es gibt so viele Arten von dem, was letztlich nur aus fein verteilten Wassertröpfchen in bestimmten Schichten der Luft besteht. Aber dann gibt es eben diesen einen Nebel aus Fleisch und Blut, Vorname Alois, der mir schon bei unserer allerersten Begegnung die Tränen in die Augen trieb.

Ein Schmuckstück der Schwermut

Es war in einem Prager Kino, es war ein bitterkalter Frühwintertag und die Premiere von Alois Nebel lag schon eine Weile zurück, als ich den Film zum ersten Mal sah. Und am Anfang, da ist in der Tat nur der Dunst, da ist nur die Landschaft, da ist nur die Musik. Eine langsame Kamerafahrt durch das Altvatergebirge bei Nacht. Dazu nuschelt die Stimme des Fahrdienstleiters Alois Nebel Uhrzeiten und Bahnhofsnamen:

Jeseník 9:20 hodin
Lipová-lázně zastávka 9:24 hodin
Lipová-lázně 9:30 hodin
Bilý Potok 9:38 hodin

Fahrpläne als Gegengift gegen die allmächtige Panik. Vorgetragen mit der Stimme eines Hoffnungslosen. So fängt es also an.

Tschechisch-polnisches Grenzgebiet. Ehemaliges Sudetenland. Ein höllischer Regen fließt unentwegt, und bald fließt auch das erste Blut. Ich hatte von der ersten Szene an einen Kloß im Hals. Was es war, was mich damals bewegte und bis heute so bewegt? Ich kann es immer noch nicht genau sagen. Und genau deshalb halte ich Alois Nebel für ein Schmuckstück der Schwermut. Ich weiß nicht, was mir da in die Glieder kroch bei dieser düsteren Anfangsmeditation in Schwarz und Weiß. Ich weiß nur, dass ich mich schon in den ersten Minuten im langsamen Rhythmus der Bilder und Fahrpläne und der zutiefst verstörenden und zutiefst traurigen Musik verlor. Hier geht es um alles, dachte ich, obwohl es noch um gar nichts ging. Hier geht es um etwas, das tief reicht. In die Wälder des Altvatergebirges, zu den uralten Bäumen, die schon alles gesehen und alles erlebt haben, ja, bis hinunter in die Erde, zu ihren Wurzeln.

Alois Nebel ist vor mehr als einem Jahrzehnt beim alkoholfreien Bier entstanden, und zwar in der Prager Kneipe »Zum ausgeschossenen Auge«. Dort saßen Jaroslav Rudiš und Jaromír 99  zusammen, dort fängt das Leben des wortkargen Fahrdienstleiters des Bahnhofs Bilý Potok also an. Jaromír 99 brachte die Geschichten aus dem rauhen Altvatergebirge mit, aus der Gegend also, aus der er stammt. Jaroslav Rudiš wiederum die Leidenschaft für die Eisenbahnen. Sein Großvater Alois war Weichensteller, sein Leben wurde ein Teil der Vorlage für Alois Nebel. Damals beim alkoholfreien Bier, als plötzlich dieser Alois Nebel mit am Tisch saß, ahnten seine Erfinder wohl noch nicht, was sie sich mit diesem Typen eingehandelt hatten.

Ein verschrobener Held als Meilenstein jüngster tschechischer Kulturgeschichte

Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Abteilfenster, aber die tschechischen Züge fahren ja zum Glück langsam: Im »Ausgeschossenen Auge« kam damals ein verschrobener Held zur Welt, der zu einem Meilenstein jüngster tschechischer Kulturgeschichte geworden ist. Es blieb nämlich nicht bei gedruckten Comicstrips in Zeitschriften und Graphic Novels, es entstand auch ein Theaterstück über Alois Nebel und schließlich der Film – den Jaroslav Rudiš und Jaromír 99 gemeinsam mit Regisseur Tomáš Luňák realisierten. Am Rande, mittlerweile ist sogar ein Regionalzug der Tschechischen Bahnen nach Alois Nebel benannt. Aber bis zu dieser großen Ehre war es ein weiter Weg. Ich plaudere hoffentlich nicht zu sehr aus dem Nähkästchen, wenn ich verrate, dass es vom Drehbuch mehr als eine Fassung gab, auch mehr als fünf, auch mehr als zehn. Dass die Autoren irgendwann verzweifelt waren angesichts der unzählbar gewordenen Versionen.

Es wundert mich nicht, wenn ich sehe, was sie sich alles mit dem Filmprojekt vorgenommen hatten.

Alois Nebel, dieser vermeintlich schlichte und vermeintlich maulfaule Fahrdienstleiter aus dem Altvatergebirge, dieser unbedeutende Mensch an einer unbedeutenden Bahnstation, der seine unbedeutende Katze tagtäglich füttert und viel zu oft am tropfenden Wasserhahn dreht, dieser Mann mit Schnauzbart, bemerkenswert starrer Mimik und unerzählbarem Schmerz in den Augen, dieser stillste aller denkbaren Antihelden ist für mich zum Inbegriff geworden für eine mitteleuropäische Melancholie des 21. Jahrhunderts.

Denn der dichte Nebel liegt über Alois Nebel. Er hat Schreckensvisionen, die Erinnerungen und Bilder des Erlebten und Erlittenen lassen ihm keine Ruhe. Da sind Deportationszüge voller Menschen, da ist der Blick des Kinds, das mit ansehen muss, wie ein Mann erschossen wird, ja, die ganze Last der düsteren Geschichte liegt auf seinen Schultern. Nur ist Alois eben kein Titan aus dem Atlasgebirge, sondern nur ein älterer Bahnbediensteter aus dem Altvatergebirge.

Ein abgewandeltes Diktum Samuel Becketts drückt vielleicht am Treffendsten aus, wie wir uns diesen Alois Nebel vorstellen müssen: »Bis zum Äußersten gehen, dann wird Schweigen entstehen.«

Denn irgendwann lässt sich Alois Nebel auch von seinen Fahrplänen nicht mehr beruhigen, die er vor sich hin murmelt, Abfahrtszeiten und Ankunftszeiten, das regelmäßige Rattern der Züge gegen das unregelmäßig pochende Herz, irgendwann hilft nichts mehr, irgendwann wird dieser Alois wahnsinnig, verliert er den Verstand im dichten Dunst des nicht schwindenden Vergangenheitsnebels. Und nicht nur das, er verliert auch seine Arbeit und sogar sein Häuschen, zwischenzeitlich verliert er sich sogar selbst und landet in der Psychiatrie, denn niemand interessiert sich für sein kleines Leben. Alle haben andere Sorgen und andere Freuden, denn der Film spielt in der Epoche des großen Umbruchs, zur Zeit der »Samtenen Revolution«.

Die Kunst ist die Auslassung

Man merkt es schon an diesem Versuch einer Beschreibung: Alois Nebel ist ein komplexer Film, der die mitteleuropäische Geschichte des 20. Jahrhunderts am Beispiel eines Landstrichs erzählt: Von der Finsternis während der nationalsozialistischen Okkupation über die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus dem Sudetenland bis hin zur kommunistischen Herrschaft und der erkämpften Rückkehr des Lichts im Jahr 1989. Nun ist der Film aber nicht mit Überlänge von drei oder vier Stunden in die Kinos gekommen, sondern bringt es auf gerade mal 84 Minuten. Wenn dieser Alois auch so viel schweigt, könnten wir spekulieren, dann hat sich das Team ja viele Dialoge sparen können und Zeit gehabt für filmischen Geschichtsunterricht. Aber nein, der Geschichtsunterricht fällt aus. Genau so, und das ist die größte Leistung von Alois Nebel, funktioniert der Film nämlich nicht. Es wird nichts wirklich explizit erklärt, nicht mal die durchaus vorhandenen und durchaus brutalen Gewaltakte werden gezeigt. Die Kunst ist die Auslassung, die trotzdem alles sagt. Es ist nicht von Nazis oder Vertreibung oder Kommunisten die Rede, das alles braucht „Alois Nebel“ nicht, und dafür bin ich den Fahrdienstleitern dieses Filmprojekts unendlich dankbar.

Ich habe den Film öfters Studierenden gezeigt, viele von ihnen waren noch sehr jung und kannten sich nicht aus mit tschechischer Geschichte oder deutscher Geschichte oder gar tschechisch-deutscher Geschichte. Und nach dem Film, da war es immer still. Da war immer ein beeindrucktes Schweigen. Und in verschiedenen Varianten fielen Sätze wie: Ich habe nicht viel verstanden. Aber ich habe alles begriffen.

Was dem Film samt seiner Hauptfigur nämlich gelingt, das ist, vom dunklen Nebel der menschlichen Seele zu erzählen, von universellen Abgründen, von Rache und davon, sich für die Rache zu rächen. Vom Hass, der über Generationen reicht, vom ewigen Zirkulieren des Zorns, dem im Fall des Films letztlich nur ein Vatermord ein Ende setzen kann. Dabei ist es egal, wer auf welcher Seite zuerst mit der Axt zuschlägt oder den Abzug der Pistole drückt: Es geht um das, was Menschen den Menschen angetan haben, was sie einander bis heute antun. Und Alois Nebel steht immer da in seiner Uniform. Sieht alles, weiß alles, versteht alles – aber anstatt zu explodieren, fehlen ihm schlichtweg die Worte. Alois trinkt Bier, Alois rasiert sich, Alois isst Suppe, Alois schweigt, Alois trinkt Bier, Alois füttert die Katze, Alois arbeitet, Alois schweigt, Alois trinkt Bier, und dann hat Alois irgendwann ein Schnapsglas in der Hand, und dann spricht er doch: »Auf die Freiheit«, grummelt er in die Runde. Und es ist ein so zutiefst hoffnungsvolles Freiheitsgrummeln, dass man all die bis dahin erduldete Düsternis vergisst. »Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.« Schrieb der hymnische Hölderlin einige Jahre, bevor auch ihn der Nebel in den Wahnsinn trieb.

Überhaupt, der Wahnsinn, der Nebel und seine Tradition: Immer wieder muss ich bei Alois Nebel an Ota Pavel denken, den tschechischen Sportreporter und Schriftsteller, der als Kind zusah, wie die Nationalsozialisten das Dorf Lidice vernichteten und Teile seiner Familie ins Konzentrationslager verschleppt wurden. Jahrzehnte später entwickelte er eine Psychose und fühlte sich vom längst toten Hitler-Getreuen Martin Bormann verfolgt. Pavel, damals als Reporter bei den Innsbrucker Winterspielen 1964, floh vor seinen Visionen ins österreichische Gebirge, ließ auf einem Bauernhof alle Tiere aus dem Stall und versuchte dann, das Gehöft in Brand zu setzen – bevor er in die Psychiatrie eingeliefert wurde. »Ich wollte ein großes Licht anzünden«, so notierte er später, »und den Nebel vertreiben.« 

Die Figur des Alois Nebel ist übrigens nicht der erste berühmte Bahnhofsvorsteher seines Landes. Da gab es im Jahr 1966 den Film Ostře sledované vlaky (Scharf beobachtete Züge) oder auch Liebe nach Fahrplan in der deutschen Fassung, die Verfilmung eines Stoffs von Bohumil Hrabal durch Jiří Menzel, ausgezeichnet mit dem Oscar. Der junge Bahnamtsanwärter Miloš Hrma kämpft sich am Ende des Zweiten Weltkriegs durch die Irrungen und Wirrungen der Adoleszenz und muss am Schluss zwangsläufig zum Mann werden: Er wird zum Saboteur, sprengt einen deutschen Zug mit Munitionsnachschub in die Luft – und bezahlt die Heldentat mit seinem Leben. Gespielt wurde der Junge damals von Václav Neckář. Und ausgerechnet er ist es, der das Titellied zu Alois Nebel singt. Was wiederum zeigt, wie dieses Filmprojekt über sich selbst hinausweist: Jahrzehnte sind vergangen, der Nebel kam und verschwand und kam und verschwand, aus dem jungen Schauspieler und Musiker Václav Neckář ist ein alter Mann geworden, und er singt die weihnachtlichen Ballade Halleluja so berührend, dass sogar bei Alois Nebel kurz die Mundwinkel zucken.

Wenn wir schon bei historischen Dimensionen angelangt sind: Ich kann Alois Nebel nicht umfassend würdigen, ohne auf das wichtigste Thema zu kommen, um das es für mich geht: die Freiheit nämlich. Jetzt können Sie sich sicher fragen, was der 1982 im westdeutschen Plettenberg geborene Laudator, übrigens fast 900 Kilometer von Bilý Potok entfernt, denn bitte über die Freiheit zu sagen hat. Zum Glück fällt mir die Rechtfertigung leicht. Ich habe von Alois Nebel gelernt. Denn dieser Alois, und das ist das Versöhnliche, erkämpft sie sich zurück, die Freiheit. Er schafft es tatsächlich, den Nebel zu verscheuchen, verliebt sich sogar im Prager Hauptbahnhof in Květa und tanzt mit ihr – und in solchen Momenten, da ist da dieser bittersüße Hauch von Glück, versehen mit einem ebenso bittersüßen Dialog, den ich stellvertretend für die vielen, nennen wir es mal, minimalistischen Gespräche des Films kurz zitieren möchte:

»Leben Sie auch allein«, fragt Květa
»Ja«, antwortet Alois, »ich habe eine Katze.«

Am Ende von Alois Nebel, da verschwinden also tatsächlich die Unwetter, da haben die Grausamkeiten ein Ende, bleibt vieles zwar auf brutale Weise ungelöst – aber doch löst sich der Nebel auf und die Landschaft des Altvatergebirges liegt so selbstverständlich da, als hätte es die Gewitter der Vergangenheit nicht gegeben. Und wir als Zuschauer wissen: Nicht nur Alois Nebel ist am Ende befreit, sondern mit ihm ein ganzes Land.

Nicht jeder Nebel verschwindet mit dem Abspann

Nun könnte ich Sie mit diesem versöhnlichen Schlussbild entlassen, aber das wäre sicher nicht im Sinne von Alois Nebel. Denn nicht jeder Nebel verschwindet mit dem Abspann eines Films. Tatsächlich habe ich bei der Vorbereitung dieser Rede nämlich viel darüber nachgedacht, wie es um den Nebel und die Freiheit heute bestellt ist. Und ich stieß auf eine Rede von Václav Havel, gehalten anlässlich der Eröffnung der Salzburger Festspiele im Sommer 1990. »Angst vor der Freiheit«, ist dieser Vortrag übertitelt, und der damals frisch gewählte Präsident Havel beschreibt darin das bleischwere Gefühl in der ersten Zeit nach seinem Amtsantritt: »Wir begriffen, dass die Poesie zu Ende gegangen war und die Prosa begonnen hatte. Der Karneval war zu Ende und der Alltag begann.«

Was ist also von dieser unermesslichen Poesie der Freiheit geblieben? Wie ging die Geschichte weiter, wie liest sich die Prosa jetzt, im Europa des Jahres 2015?  All diese Fragen kamen mir in den Sinn, als ich über eine meiner melancholischen Lieblingsszenen in Alois Nebel nachdachte: Da liegt der Fahrdienstleiter auf einer Bank, er hat die Nacht im Prager Hauptbahnhof verbracht, weil er nicht mehr gebraucht wurde. Und da fiel mir dieses an sich kleine und unwichtige Detail auf: Dass er heute dort ja gar nicht mehr liegen könnte, auch nicht in Berlin, auch nicht in Leipzig, denn eine wahrscheinlich gesamteuropäische Lösung verhindert dies von Vornherein: Bahnhofsbänke sind mittlerweile so gebaut, dass sich ein Mensch dort nicht ausstrecken, geschweige denn schlafen kann. Natürlich, ich habe die Freiheit in der Nase, wenn ich im deutsch-tschechischen Eurocity wie selbstverständlich bei Bad Schandau über die Grenze fahre. Aber ich schmecke den Nebel, wenn, wie kürzlich, die einzig dunkelhäutige Person im Abteil kontrolliert und gefilzt und ihr Name unnötig laut ins Funkgerät buchstabiert wird. Und ja, ich liebe die Freiheit dieses Europas, wo die Deutschen und Tschechen, jung und alt übrigens, jenseits der Politik schon längst wieder zusammen Feste feiern, beispielsweise im Altvatergebirge, wo ich es selbst erlebt habe. Aber ich fühle mich wie in einer Nebelbank gefangen, wenn dieser Kontinent sich abschirmt und unter Billigung von Regierenden geflüchtete Familien mit Schlagstöcken und Tränengas in Europa begrüßt. Ich schätze es, dass wir die Freiheit haben, auf die Straße zu gehen und unsere Meinung zu sagen, aber bin zornig, wenn ich an all die Vernebelten denke, die montags oder wann auch immer nach Freiheit verlangen und selbst nichts als Hass zu geben haben. Manchmal muss ich dann an einen Satz von Joseph Roth denken, der mal schrieb: »Sie atmen nicht Luft aus, sondern Zäune und Mauern.« Und dann fühle ich sie fast körperlich und verzweifelt, die Melancholie dieses neuen Jahrtausends.

Ja, mich haben diese 83 Minuten mit Alois Nebel an all das denken lassen. Dieser Film ist ein Stück Vergangenheit, vor allem ein Stück Gegenwart, mehr denn je.

Denn der Nebel ist mächtig, gerade in Zeiten wie diesen. Und manchmal sehen wir die Hand vor Augen nicht. Und dann fühlen wir uns so klein und hilflos angesichts dessen, was uns umgibt. Aber, und das können wir lernen vom vielleicht nichtigen Leben dieses vielleicht nichtigen Fahrdienstleiters irgendwo am Rand von Nirgendwo: Dass wir den Nebel vertreiben können. Auch, wenn uns das etwas abverlangt. Auch, wenn es schwer ist. Lassen Sie mich deshalb das Schlusswort dem Fahrdienstleiter selbst überlassen, der sein Schnapsglas erhebt und uns mit seinen so melancholischen Augen anschaut, bevor er uns zugrummelt: Na svobodu. Auf die Freiheit.

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