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Die Preisverleihung findet am 13. Oktober 2009 in Berlin statt.

Die Preisverleihung findet am 13. Oktober 2009 in Berlin statt.

Der vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Potsdam vergebene Georg Dehio-Kulturpreis 2009 wurde dem Kunsthistoriker und Denkmalpflegr Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Machat und dem polnischen Publizisten und Forscher der Heimat- und Regionalgeschichte Zbigniew Czarnuch zugesprochen.

Das Deutsche Kulturforum östliches Europa in Potsdam vergibt im Herbst 2009 den Georg Dehio-Kulturpreis. Mit dieser von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Bernd Neumann dotierten Auszeichnung werden Persönlichkeiten und Initiativen ausgezeichnet, die sich in vorbildlicher Weise mit den Traditionen und Interferenzen deutscher Kultur und Geschichte im östlichen Europa auseinandersetzen. Der Hauptpreis des Georg Dehio-Kulturpreises wird Persönlichkeiten für ein Lebenswerk oder Institutionen für besonders verdienstvolle langjährige Arbeit verliehen. Der Ehrenpreis des Georg Dehio-Kulturpreises wird kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen und Persönlichkeiten für herausragende und richtungsweisende Einzelleistungen und Einzelinitiativen verliehen.

Hauptpreis

Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Jörg Haspel sprach Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Machat den Hauptpreis (12.000 €) zu. Der im siebenbürgischen Schäßburg/Sighişoara, Rumänien, geborene und seit 1972 in der Bundesrepublik lebende Christoph Machat hat sich seit Jahrzehnten in der Erforschung, Dokumentation und Erhaltung des bauhistorischen Erbes in Siebenbürgen große und bleibende Verdienste erworben. Unter seiner Leitung führte der Siebenbürgisch-Sächsische Kulturrat in den 1990er Jahren eine flächendeckende Erfassung der von den Deutschen geprägten Kulturlandschaften Siebenbürgens durch. Die auf dieser Forschungsarbeit basierende, von Machat herausgegebene zweisprachige (deutsch-rumänisch) Buchreihe Denkmaltopographie zu Siebenbürgen lieferte die entscheidenden Impulse zur Bewahrung der siebenbürgisch-sächsischen baugeschichtlicher Denkmäler. Sie kann als vorbildlich auch für andere Gebiete in Ostmitteleuropa gelten.

Ehrenpreis

Der Ehrenpreis (8.000 €) geht an den polnischen Publizisten und Forscher der Heimat- und Regionalgeschichte Zbigniew Czarnuch, der sich seit Jahren in zahlreichen Projekten in der ehemaligen Neumark engagiert und sich um die Verständigung zwischen Deutschen und Polen hohe Verdienste erworben hat. Das von ihm geschaffene Freilichtmuseum »Park der Wegweiser und der Meilensteine der Zivilisation« setzt sich reflektierend mit der Geschichte der Region auseinander.

Die feierliche Verleihung findet am Dienstag, dem 13. Oktober 2009, im Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden/Charlottenstraße in Berlin statt.

Zusammensetzung der Jury

  • Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh | Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
  • Sibylle Dreher | Präsidentin des Frauenverbandes im BdV e.V., Berlin
  • Prof. Dr. Jörg Haspel | Landeskonservator, Landesdenkmalamt Berlin
  • Prof. Dr. Csaba G. Kiss | Eötvös-Loránd-Universität Budapest
  • Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg | Justus-Liebig-Universität Giessen (in Vertretung von Dr. Andreas Lawaty | Direktor des Nordost-Instituts, Lüneburg)
  • Dr. Beate Störtkuhl | Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg
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