29.03.2016

Die Geschichte der in Polen lebenden Deutschen vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Fall des Eisernen Vorhangs

Die Geschichte der in Polen lebenden Deutschen vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Fall des Eisernen Vorhangs
Der Band, der die Geschichte der in Polen lebenden Deutschen vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Fall des Eisernen Vorhangs untersucht, fasst die Ergebnisse der gleichnamigen Konferenz von 2013 zusammen.

»Das Sammelwerk ist eine Veröffentlichung der 2013 abgehaltenen Konferenz unter der wissenschaftlichen Betreuung von Dr. hab. Adam Dziurok, Leiter am Institut für Nationales Gedenken in Kattowitz, Prof. Dr. hab. Piotr Madajczyk, Leiter der Forschungsgruppe Deutschland am Institut für Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften – PAN, und Sebastian Rosenbaum, Mitarbeiter am Institut für Nationales Gedenken in Kattowitz.

Der Gegenstand der Veröffentlichung beschäftigt sich mit der Geschichte der in Polen lebenden Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg. Besonders die Korrelation zwischen Nationalstaat und ethnischen Minderheiten innerhalb der kommunistisch geprägten Wirklichkeit bilden den Gegenstand der Lektüre.

Dabei handelt es sich um Indikatoren hinsichtlich eines kommunistisch geprägten Regimes – mit de facto undemokratischen Strukturen – und einer zu Egalität sich wendenden polnischen Gesellschaft. Dabei werden insbesondere die ersten Jahre der Nachkriegszeit thematisiert und deren Auswirkung auf die Deutsche Minderheit in Bereichen politischer Propaganda, Kultur, Bildungswesen und nationaler Identität, sowie der Bedeutung deutscher Bevölkerungsschichten für die polnische Volkswirtschaft.

Weitere Sachverhalte behandeln die Anwendung von Repressalien auf die deutsche Bevölkerung aus den ersten Jahren der Nachkriegszeit, sowie deren weitreichende Auswirkungen auf das eigentliche Verhältnis zum deutschen sowie polnischen Staat – Frage der Übersiedlung in die DDR und BRD. Ferner das äußerst sensible Vermächtnis zwischen regionaler und nationaler Identität im Kontext homogen-nationaler Bestrebungen. Die kommunistische Regierung zielte auf eine Stärkung der nationalen Identität im Sinne der Konformität; Opfer dieser rigorosen Politik waren vor allem ethnische Minderheiten sowie die sogenannten Autochthonen, welche – oftmals unter Zwang – die polnische Nationalität annehmen mussten. Das Sammelwerk beinhaltet auch Schriften bezüglich der sogenannten akzeptierten Deutschen, deren Sieglungsgebiet sich um Niederschlesien und Westpommern konzentrierte. Hervorgehoben ist auch die soziale Stellung der in Oberschlesien lebenden Deutschen, welche bereits belastet waren mit der schweren Hypothek der Zwischenkriegszeit.«
(Quelle: www.haus.pl)

Dziurok, Adam; Madajczyk, Piotr; Rosenbaum, Sebastian: Die Haltung der kommunistischen Behörden gegenüber der deutschen Bevölkerung in Polen in den Jahren 1945 bis 1989, 2015, ca. 600 Seiten. Herausgeber: Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit und Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Die deutsche Ausgabe des Sammelwerks ist in den Häusern der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit zu Oppeln und Gleiwitz gegen 42,00 zł. erhältlich.

Folgende Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Folgende Veranstaltungen könnten Sie auch interessieren:

Folgende Ausstellungen könnten Sie auch interessieren:

Folgende Publikationen könnten Sie auch interessieren:

      • Seitenanfang