11.06.2019

Von Peymann umgarnt, von DDR-Funktonären und vom West-Feuilleton missverstanden: Zum Tode der aus Königsberg stammenden Autorin Gerlind Reinshagen, die mit Romanen, Stücken und Gedichten ein »Haus aus Sprache« bauen wollte.

Die Welt, 11.06.2019
Die Welt, 11.06.2019
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Von Peymann umgarnt, von DDR-Funktonären und vom West-Feuilleton missverstanden: Zum Tode der aus Königsberg stammenden Autorin Gerlind Reinshagen, die mit Romanen, Stücken und Gedichten ein »Haus aus Sprache« bauen wollte.
Von Peymann umgarnt, von DDR-Funktonären und vom West-Feuilleton missverstanden: Zum Tode der aus Königsberg stammenden Autorin Gerlind Reinshagen, die mit Romanen, Stücken und Gedichten ein »Haus aus Sprache« bauen wollte.

von Matthias Heine

[…] Gerlind Reinshagen ist spät zum Schreiben gekommen. Sie wurde 1926 in Königsberg geboren: »Klein war zu der Zeit das Reich und bescheiden. Doch als ich, Isa Zaremba, heranwuchs, da wuchs es mit mir,« schrieb sie in der Erzählung »Isas Geschichte«, in dem Buch Zwölf Nächte. Der schmale Band entstand 1990, im Jahr der Wiedervereinigung, einer Zeit zum Erinnern. Sie drückte es Journalisten in die Hand, die nach persönlichen Wurzeln fragten. […] Die Heimat der Kindheit ging ihr, wie Millionen Flüchtlingen, verloren. Nur noch im Gedicht hat sie ihren Ort: »Manchmal bei Sturm fliegt mir ein Sandkorn aus der alten Stadt ins Auge«. […]

Die wichtigste Dramatikerin der alten Bundesrepublik
Der gesamte Artikel in der Online-Ausgabe der Welt

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