17.05.2017

Sein Leben lang sei er mit der Rekonstruktion seiner Familie befasst gewesen, sagt der Bosnier Miljenko Jergović. Jetzt legt er auf 1150 Seiten deren Geschichte vor: ein Meisterwerk der Weltliteratur

Neue Zürcher Zeitung, 17.05.2017
Neue Zürcher Zeitung, 17.05.2017
6185, 214, 6205, 7795, 7726
Sein Leben lang sei er mit der Rekonstruktion seiner Familie befasst gewesen, sagt der Bosnier Miljenko Jergović. Jetzt legt er auf 1150 Seiten deren Geschichte vor: ein Meisterwerk der Weltliteratur
Sein Leben lang sei er mit der Rekonstruktion seiner Familie befasst gewesen, sagt der Bosnier Miljenko Jergović. Jetzt legt er auf 1150 Seiten deren Geschichte vor: ein Meisterwerk der Weltliteratur.

Von Andreas Breitenstein

[…] Sein Leben lang habe er sich mit der Rekonstruktion der Familie befasst, so der Autor – genauer: seit er verwundert festgestellt habe, dass sein Urgrossvater Deutscher und seine Urgrossmutter Italienerin war. In Prägung und Blut kamen das Osmanische, das Bosnische, das Slowenische, das Serbische und das Kroatische hinzu – in summa die Ingredienzien einer bis 1914 europäisch-vitalen übernationalen Zivilisation, die in den späteren Kriegen liquidiert wurde. Dass Jergović am Ende allein übrig bleibt, ist die Geschichte eines Unheils, aber auch eines kapitalen Versagens. […]

Der unendliche Augenblick vor dem Vergessen
Der gesamte Artikel in der Online-Ausgabe der NZZ

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