28.06.2017

Polens Kommunen müssen Straßennamen und Denkmäler, die noch in irgendeiner Form an die Zeit vor 1989 erinnern, in diesem Jahr endgültig beseitigen. Das hat die nationalkonservative Regierungspartei PiS in einem Gesetz festgelegt. In Stettin bemüht man sich um eine kreative Umsetzung.

Märkische Oderzeitung, 28.06.2017
Märkische Oderzeitung, 28.06.2017
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Polens Kommunen müssen Straßennamen und Denkmäler, die noch in irgendeiner Form an die Zeit vor 1989 erinnern, in diesem Jahr endgültig beseitigen. Das hat die nationalkonservative Regierungspartei PiS in einem Gesetz festgelegt. In Stettin bemüht man sich um eine kreative Umsetzung.
Polens Kommunen müssen Straßennamen und Denkmäler, die noch in irgendeiner Form an die Zeit vor 1989 erinnern, in diesem Jahr endgültig beseitigen. Das hat die nationalkonservative Regierungspartei PiS in einem Gesetz festgelegt. In Stettin bemüht man sich um eine kreative Umsetzung.

Von Dietrich Schröder

[…] Der »Platz des Polnischen Soldaten« (Plac Żołnierza Polskiego) im Zentrum des heutigen Szczecin hat so manchen Systemwandel erlebt. Bis 1945 hieß er »Königsplatz« und Kaiser Wilhelm I. thronte dort als stolzer Reiter auf einem Denkmalssockel.

Fünf Jahre, nachdem die Stadt an der Oder polnisch geworden war, entstand ein neues Monument: Das »Denkmal der Dankbarkeit für die Rote Armee« zeigt einen sowjetischen Soldaten Hand in Hand mit einem polnischen Arbeiter. Hinter dieser Symbolik, die der damaligen Ideologie entsprach, verbirgt sich die ganze Widersprüchlichkeit der Geschichte: Ohne den Zweiten Weltkrieg, an dessen Beginn Polen sowohl von Hitlerdeutschland wie auch von der Sowjetunion angegriffen wurde, wäre Stettin wohl kaum zur polnischen Stadt geworden. […]

Stettin verbannt kommunistische Straßennamen
Der gesamte Artikel in der Online-Ausgabe der Märkischen Oderzeitung

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