24.06.2018 - 22.07.2018
Universitätsmuseum Altdorf
Neubaugasse 5, 90518 Altdorf bei Nürnberg, Deutschland

Reformation im östlichen Europa – Überblick und Die böhmischen Länder

Zwei Ausstellungen zu Reformation im östlichen Europa

Ab dem 24. Juni 2018 werden im Universitätsmuseum der Stadt Altdorf im Rahmen der Wallensteinfestspiele zwei unserer insgesamt sieben Wanderausstellungen zur Reformation im östlichen Europa gezeigt. Zum einen die Überblicksdarstellung über die Reformation in Ostmitteleuropa und zum anderen die Ausstellung über die Reformation in den böhmischen Ländern.

Überblick

Die Reformation in der Folge des sogenannten Thesenanschlags Martin Luthers an der Wittenberger Schlosskirche 1517 bildet einen der wichtigsten Einschnitte der europäischen Geschichte. Die Entwicklung erfasste auch alle Landstriche östlich Kursachsens, in denen deutsch gesprochen wurde, und strahlte von dort auf die Nachbarländer aus. Dieser Teil Europas war besonders empfänglich für die Idee einer Erneuerung von Glauben und Kirche. In Polen und Ungarn etwa entwickelte sich eine große konfessionelle Vielfalt, Böhmen war durch die hussitische Glaubensbewegung bereits seit einem Jahrhundert reformatorisch eingestellt. Während sich die deutschen Länder am Glaubensbekenntnis des jeweiligen Landesherrn zu orientieren hatten, wurde Ostmitteleuropa zum Ziel von Glaubensflüchtlingen.

Die zu einem Ausstellungsprojekt des Deutschen Kulturforums östliches Europa gehörende Überblicksdarstellung informiert über dieses Geschehen und zeigt Entwicklungen bis heute. Sie ist auf Deutsch, Englisch und Polnisch verfügbar. Weitere Informationen zu dieser Wanderausstellung.

Die böhmischen Länder

Die Reformation 1517 stellt einen der wichtigsten Einschnitte der europäischen Geschichte dar. Doch bereits hundert Jahre vor Luther kritisierte Jan Hus von Prag aus die katholische Kirche, wofür er 1415 auf dem Konstanzer Konzil verbrannt wurde. Auf ihn beriefen sich die Utraquisten und die Böhmischen Brüder, die sich später auch mit Luther austauschten. Dessen Lehren verbreiteten sich vor allem in Nord- und Westböhmen sowie in Teilen Mährens. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 setzte die Gegenreformation ein. Erst mit den Toleranzpatenten von 1781 endete der Geheimprotestantismus. Nach Entstehung der Tschechoslowakei 1918 wurde die Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder gegründet. Sie wirkte als Kooperationspartner an der Wanderausstellung mit.

Die deutsch- und tschechischsprachige Ausstellung besteht aus zehn reich bebilderten Bannern Bannern mit folgenden Themen:

  • Jan Hus
  • Hussiten
  • Evangelische Strömungen im 16. Jahrhundert
  • Hus und Luther
  • Die Böhmischen Brüder
  • Lutherische Zentren
  • Religiöse Vielfalt in Mähren
  • Gegenreformation
  • Vom Toleranzpatent 1781 bis zur Republikgründung 1918
  • 20. Jahrhundert und heute

Weitere Informationen zu dieser Wanderausstellung.

Kontakt

Stadt Altdorf Kulturamt
Oberer Markt 2
90518 Altdorf bei Nürnberg
T. +49 (0)9187 807-1241

Öffnungszeiten

Samstag & Sonntag
14:00 – 17:00 Uhr
oder nach Vereinbarung

Eintritt

Erwachsene
2,– Euro

Kinder
1,– Euro

Wanderausstellung

Die Wanderausstellung »Reformation im östlichen Europa« besteht aus einer

sowie sechs Regionalmodulen:

Zwei Ausstellungen des Deutschen Kulturforums östliches Europa, gezeigt in Zusammenarbeit mit dem Universitätsmuseum Altdorf

Lage


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