05.11.2014 , 18:00
Unter den Linden 2, 10117 Berlin, Deutschland

Gewaltmigration erinnern

Ausstellungseröffnung: Präsentation der Ausstellung »Twice a Stranger« und Einblicke in das thematische Spektrum der künftigen Dauerausstellung der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Flucht, Vertreibung, Deportation, Zwangsumsiedlung, ethnische »Säuberung«: Das 20. Jahrhundert kennt eine Vielzahl von Begriffen für Migrationen, die gegen den Willen der davon betroffenen Menschen erfolgten und von Gewalt gekennzeichnet waren. Seit einigen Jahren wird an dieses Phänomen auch in Ausstellungen und Museen erinnert.

Die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung präsentiert gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Museum erstmals in Deutschland die von der griechischen Firma Anemon Productions entwickelte Ausstellung Twice a Stranger. Ausgehend vom griechisch-türkischen Bevölkerungsaustausch nach dem Ersten Weltkrieg zeigt Twice a Stranger mit seltenen historischen Filmaufnahmen und Zeitzeugeninterviews das Schicksal von Menschen aus Griechenland, der Türkei, Indien, Pakistan und Zypern, die Opfer gewaltsamer Bevölkerungsverschiebungen wurden (Die Abteilung Deutschland-Polen wird in Berlin nicht gezeigt). Manche der Betroffenen fühlen sich nie mehr ganz zu Hause: Weder dort, wo sie geboren wurden und wohin sie nicht mehr zurückkehren können, noch in ihrer neuen Heimat, wo sie alt werden, ohne ganz integriert zu sein. Ihre Geschichten geben der Ausstellung den Titel: Twice a Stranger.

Gleichzeitig mit dem Projekt Twice a Stranger stellt die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ihre Arbeit vor und gibt exemplarische Einblicke in das thematische Spektrum der künftigen Dauerausstellung, die sich mit Flucht und Vertreibung der Deutschen und mit Gewaltmigration in Europa im 20. Jahrhundert insgesamt befasst. Auch ausgewählte Objekte der im Aufbau befindlichen Sammlung werden präsentiert.

Öffnungszeiten

Begrüßung

  • Dr. Arnulf Scriba, Stiftung Deutsches Historisches Museum

Grußworte

  • Prof. Dr. Manfred Kittel, Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung
  • Panayotis Zografos, Botschafter der Hellenischen Republik Griechenland

Vortrag

  • What is »Twice a Stranger«
    Leonidas Liambeys (Anemon Productions)

Musikalische Umrahmung
Rembetiko-Musik von Anonimi

Anmeldung

Wegen der begrenzten Anzahl von Sitzplätzen bitten die Veranstalter um eine verbindliche Anmeldung bis zum 31. Oktober 2014.
zum Anmeldeformular

Eine Veranstaltung der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum. Die Doppelausstellung Gewaltmigration erinnern wird vom 6. November 2014 bis 18. Januar 2015 in Berlin gezeigt.

Lage

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