27.09.2014 - 28.09.2014
, 58-533 Bukowiec / Buchwald, Polen

Landpartie zur Gräfin von Reden

Künstlerischer Herbst in Buchwald / Bukowiec

Das Hirschberger Tal am Fuße des Riesengebirges beeindruckt seine Gäste schon seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Viele Künstler, Dichter und kulturreisende fühlten sich durch die imposante Bergkulisse und die Tallandschaft angezogen. Im frühen 19. Jahrhundert begann der preußische Hof und der europäische Hochadel die imposante Landschaft zu entdecken – ein »Schlesisches Elysium«, ein Tal der Schlösser, Parks und Gärten ist entstanden.

Das Schloss und Park Buchwald war das geistig- kulturelle Zentrum des Hirschberger Tales. Es lohnt sich, diese frühe Schloss- und Parkanlage auf zu suchen, die in den letzten Jahren durch die Stiftung »Tal der Schlösser und Gärten im Hirschberger Kessel« mit europäischen Fördergeldern in ihrer ursprünglichen romantischen Anlage wieder hergestellt wurde. Auf dem 100 Hektar umfassenden Gelände mit allein 26 Hektar Wasserflächen laden neu angelegte Wege zu Spaziergängen zu den Pavillons und Kunstruinen oder dem Aussichtsturm mit einzigartigem Panoramablick auf das Riesengebirge ein.

Einen besonderen Anlass gibt es am Wochenende 27. und 28. September 2014, wenn die heutigen Hausherren, der Verband der Riesengebirgsgemeinden und die Stiftung Tal der Schlösser und Gärten, zu einer »Landpartie zur Gräfin von Reden« einladen.

Am Samstag bietet die Eröffnung einer Sonderausstellung Friederike und Friedrich Wilhelm von Reden – Mutter des Hirschberger Tales und Vater der oberschlesischen Industrie den Auftakt des Programms. Die Kuratorin Urszula Bonczuk-Dawidziuk führt in die Ausstellung ein, Dr. Piotr Greiner, Direktor des Staatsarchivs Kattowitz ist eingeladen, über die Bedeutung Friedrich von Redens für Oberschlesien zu sprechen. Am Abend steht der Park im Mittelpunkt: Musik und Literatur der Romantik erwarten die Gäste an der »Abtei«, am »Belvedere« und bei Graf und Gräfin persönlich im Schloss.

Die Besitzerin von Buchwald, Gräfin Friederike von Reden pflegte enge Beziehungen zu den Nachbarn und das preußische Königshaus war mit den von Redens seit jeher verbunden. In Ruhberg/Ciszyca, wenige Kilometer von Buchwald entfernt, verbrachte die Schwester des Königs mit ihrem Mann Fürst Radziwill die Sommer. Ihre Tochter Elisa war die große Liebe des preußischen Prinzen Wilhelm, der später Kaiser Wilhelm I wurde. Über diese Liebesgeschichte, die wegen dynastischer und politischer Vorgaben sich nicht in einer Ehe erfüllen konnte, hat Dagmar von Gersdorff ein spannendes Buch geschrieben. Viele Schauplätze dieses historischen Romans liegen im Hirschberger Tal. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich bereits ein Verleger (AD REM in Hirschberg/Jelenia Góra) gefunden hat, der die polnische Ausgabe des Buches vorbereitet. Am 28. September wird Dagmar von Gersdorff aus ihrem Buch in Schloss Buchwald lesen.

Auf dem Programm stehen darüber hinaus Filmvorführungen, Parkführungen, Kutschfahrten, Verköstigung durch Stände der benachbarten Schlossherren und – frauen, Spiele für Kinder und weitere Attraktionen aus der Region.

Das gesamte Programm finden Sie als Flyer und Plakat zum Herunterladen am Fuß dieser Seite.

Die Veranstaltung wird gemeinsam mit dem Kulturforum östliches Europa in Potsdam und der Kulturreferentin für Schlesien am Schlesischen Museum zu Görlitz organisiert und findet in polnischer und deutscher Sprache statt.

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