12.09.2014 , 16:00
Schlesisches Museum zu Görlitz – Schönhof
Brüderstraße 8, 02826 Görlitz, Deutschland

Reise nach Schlesien und Galizien

Lesung und Gespräch mit Roswitha Schieb

Die Autorin Roswitha Schieb

Roswitha Schiebs erste Reise nach Polen führte sie in eine Landschaft, die sie für eine sentimentale Erfindung ihrer Eltern gehalten hatte. Nach 1945 waren sie aus Schlesien vertrieben worden. Ihre Geschichten schienen der Tochter wie eine Art Vergangenheitsverklärung. Umso erstaunter begegnet sie dem reizvollen Landstrich, der von heiterer Barockkultur und sanften Hügeln geprägt ist. Eine Gegend, die durch die Westverschiebung zum Schauplatz von Vertreibung und Neubesiedlung wurde. Ein Großteil dieser neuen Bevölkerung besteht dabei ebenfalls aus Vertriebenen, und zwar aus Galizien, dem ehemaligen Ostpolen, das Stalin der Sowjetunion zugeschlagen hatte.

Auf den Spuren dieser Vergangenheit begibt sich die 1962 in Recklinghausen geborene Germanistin und Kulturhistorikerin in eine doppelte Wirklichkeit. Entstanden ist die Reise nach Schlesien und Galizien (Berlin-Verlag 2000, aktual. Ausgabe 2014), eine Art literarischer Reiseessay, der von der poetischen Beobachtungsgabe seiner Verfasserin zeugt, von ihrem Kenntnisreichtum, ihrer Neugierde und Offenheit. Der Germanistik-Dozent an der Universität Breslau und Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung, Marcin Miodek, unterhält sich mit der Autorin über den Bericht ihrer kulturellen Expedition.

Eintritt

6,– €
3,50 € ermäßigt
Karten nur an der Abendkasse!

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa und der Görlitzer Kulturservicegesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz im Rahmen der Literaturtage an der Neiße 2014

Lage

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