27.03.2014 , 19:00
Botschaft von Rumänien
Dorotheenstraße 62–66, 10117 Berlin, Deutschland

Wartesaal Europa

Szenische Lesung: Literarische Zeugnisse zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Achtung: Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht!

»So, und das nächste Mal wird Victoria geküßt!« Zuversicht, Zeichnung von Brynolf Wennerberg
Architekturdetail im alten Wartesaal des Prager Hauptbahnhofs

In einem Bahnhofs-Wartesaal des Jahres 1914 treffen vier Personen aufeinander. Ein Kriegsbegeisterter läuft umher, schwärmt, hetzt und verbreitet einen ungeheuren Idealismus. Eine Pazifistin schildert die Schattenseiten des Krieges und zeichnet apokalyptische Schreckenstableaus in anklägerischer Absicht. Eine Skeptikerin hat sich am August-Erlebnis von 1914 berauscht, wird aber nun von Zweifeln geplagt. Platter Nationalismus ekelt sie an, trotzdem glaubt sie immer noch an die Sinnhaftigkeit des Krieges. Ein Erzähler schließlich schildert die Ereignisse aus der historischen Distanz, chronologisch und im zeitlichen Rückblick.

Jede dieser Personen bringt zeitgenössische Textfragmente aus der Feder vornehmlich deutschsprachiger Schriftsteller, Publizisten und anderer Intellektueller aus Mittel- und Osteuropa zu Gehör. Zu Wort kommen unter anderem Gerhart Hauptmann, Bertha von Suttner, Egon Erwin Kisch, Robert Musil und Joseph Roth.

Die Textcollage zeichnet ein differenziertes Bild der Stimmung zu Beginn des Krieges. Bahnhöfe, Züge und Wartesäle als Schauplätze und Sinnbilder des Kriegsgeschehens bilden das Leitmotiv des Abends.

Konzept und Textcollage:

Roswitha Schieb

Schauspielerinnen und Schauspieler:

Christian Knöll – Person 1
Saskia Breier – Person 2
Magdalena Thalmann – Person 3 und Regie
Gero Bergmann – Person 4

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums im Rahmen des Jahresschwerpunkts 2014 Zeitenwende 1914. Das östliche Europa zwischen Aufbruch und Abgrund. Zugleich öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Tagung Die ersten Monate des Großen Krieges in Mittel- und Ostmitteleuropa. Mentalitäten, Stimmungen und Erfahrungen im Sommer und Herbst 1914. In Zusammenarbeit mit der Rumänischen Botschaft Berlin

Lage

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