13.11.2012 - 28.02.2013
Mosse-Palais – Europasaal
Voßstraße 22, 10117 Berlin

Die Neumark. Begegnung mit einer historischen Landschaft

Ausstellung • Eröffnung am 12.11.2012 um 18.00 Uhr

Flyer: Die Neumark. Begegnung mit einer historischen Landschaft

Eröffnung| Öffnungszeiten | Lage | Buch

Die Ausstellung »Die Neumark – Begegnung mit einer historischen Landschaft« will eine wenig bekannte Region vorstellen und auf ein oft vergessenes Kapitel deutsch-polnischer Geschichte aufmerksam machen.

Die Neumark als Bezeichnung für ein ehemaliges Teilgebiet der Mark Brandenburg jenseits der Oder ist heute weder Polen noch Deutschen geläufig. Als Ergebnis des Zweiten Weltkriegs in das polnische Staatsgebiet eingegliedert, haben sich dort bis heute zahlreiche Zeugnisse deutscher Kultur, vor allem historische Bauwerke erhalten

Die historische Landschaft umfasst im Wesentlichen das Gebiet nördlich der Warthe-Netze-Linie, östlich der unteren Oder und westlich des Flüsschens Drage. Dieses Kerngebiet blieb zwar so im Laufe der Geschichte nahezu erhalten, war aber im Zuge der mittelalterlichen Herrschaftsbildung und der daraus resultierenden territorialen Ansprüche zahlreichen Veränderungen unterworfen.

Erst 1535, als die Neumark dem jüngeren Sohn des brandenburgischen Kurfürsten Johann I. als selbständiges Fürstentum zugesprochen wurde, galt die Bezeichnung Neumark für das gesamte Gebiet.

Die Trockenlegung der Sumpflandschaften im Oder-, Warthe- und Netzebruch vor allem während der Regierungszeit Friedrich II. brachte einen erheblichen Gewinn fruchtbaren Landes, auf dem zumeist nichtpreußische Kolonisten angesiedelt wurden. Diese trugen zur wirtschaftlichen Konsolidierung nach dem Siebenjährigen Krieg bei.

Die Kämpfe in der Endphase des Zweiten Weltkriegs kosteten Tausende der noch verbliebenen Einwohner das Leben. Die Nachkriegszeit führte zu tief greifenden Veränderungen.

Die Angliederung des Gebiets an den polnischen Staat und der vollständige Bevölkerungsaustausch hinterließen bei den Geflohenen und Vertriebenen ein Gefühl der Entwurzelung, der Vorläufigkeit und der Fremdheit. Ähnliche Erfahrungen machten aber auch die polnischen Neusiedler aus dem ehemaligen Ostpolen, die in dieses Gebiet umgesiedelt wurden. Erst in den 1980er Jahren und nach der Wende setzte eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und dem kulturellen Erbe in der Region ein.

Heute ist die Neumark Teil der polnischen Wojewodschaften Lubuskie und Zachodniopomorskie und gehört zur deutsch-polnischen Euroregion Viadrina.

Die Ausstellung ist thematisch nach den architektonischen Zeugnissen deutscher Kultur in der Neumark gegliedert. Sie zeigt auf 25 Tafeln ausgewählte neuere und historische Abbildungen von Städten, Klöstern, Kirchen, Schlössern und Herrenhäusern.

Die neueren Aufnahmen stammen von dem Potsdamer Fotografen Mathias Marx.

Die im Auftrag des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte und des Deutschen Kulturforums östliches Europa von Paweł Rutkowski konzipierte und erstellte Fotoausstellung wird in Kooperation mit dem Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark gezeigt.

Ausstellungseröffnung

Montag, 12. November 2012
18.00 Uhr

Einführung

  • Paweł Rutkowski | Kurator der Ausstellung

Öffnungszeiten

Montag & Mittwoch
10.00–13.00 Uhr | 14.00–16.00 Uhr

Dienstag & Donnerstag
10.00–13.00 Uhr | 14.00–18.00 Uhr

Freitag
10.00–13.00 Uhr

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www.freundeskreis-schloesser-mark.de
Die Internetseiten des Freundeskreises Schlösser und Gärten der Mark e. V.

Paweł Rutkowski (Hrsg.): Streifzüge zwischen Oder und Drage
Begegnungen mit der Neumark

Lage

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Schlagwörter

Tags: Polen, Neumark, Brandenburg, DKF-Ausstellung

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