10.09.2010 - 07.10.2010

Schloss Friedrichstein in Ostpreußen und die Grafen Dönhoff

Ausstellung | Eröffnung am Donnerstag, dem 9. September 2010, um 19.00 Uhr

Otto Magnus Graf Dönhoff (1665–1717)

Die vom Deutschen Kulturforum östliches Europa in Zusammenarbeit mit Dr. Kilian Heck, dem Mitherausgeber des Buches friedrichstein. das schloss der grafen von dönhoff in ostpreußen erstellte Ausstellung wird in Kooperation mit der Martin-Opitz-Bibliothek gezeigt.

Mo–Do | 10.00–18.00 Uhr

Schloss Friedrichstein

Unweit von Königsberg (heute Kaliningrad) gelegen, wurde Schloss Friedrichstein 1709–1714 für Otto Magnus Graf Dönhoff als Stammsitz der Familie Dönhoff errichtet. Entworfen hatte den Bau der Architekt Jean de Bodt (1670–1745), der zuvor im Auftrag von König Friedrich I. u.a. an der Errichtung des Berliner Zeughauses und des Potsdamer Stadtschlosses beteiligt war. Friedrichstein war eine der großen barocken Schlossanlagen in Ostpreußen, die nach der Herausbildung der preußischen Monarchie vom Adel des Landes errichtet wurden, und zählte zu den bedeutendsten Bauwerken der deutschen Schlossarchitektur.

Anfang 1945 wurde das Schloss zerstört und die Ruine in den 1980er Jahren abgetragen. Ein großer Teil der Ausstattung – Möbel, Tapisserien, Kunstwerke – konnte jedoch gerettet werden. Schloss Friedrichstein ist einem breiten Publikum durch die Bücher von Marion Gräfin Dönhoff bekannt, die dort geboren wurde und aufwuchs. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte der Grafen Dönhoff und stellt Schloss Friedrichstein, den Park und die Sammlungen der Dönhoffs an Hand von historischen und neueren Fotografien vor.

Die Dönhoffs

Ursprünglich eine westfälische Adelsfamilie, kamen die Dönhoffs um 1500 ins Baltikum und stiegen im Laufe des 17. und frühen 18. Jahrhundert im militärischen und diplomatischen Dienst der polnisch-litauischen Krone zu einer bedeutenden Magnatenfamilie auf. Infolge der engen Beziehungen zwischen dem polnischen Königshof und den Habsburgern wurden die Dönhoffs 1633 in den Reichsgrafenstand und eine Linie 1637 in den Reichsfürstenstand erhoben. Ein Zweig der Familie ließ sich um 1640 in Preußen nieder. Während die polnisch-litauischen Linien in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ausstarben, wurden die preußischen Dönhoffs eine der angesehensten Adelsfamilien des Landes. Ihre Nähe zum preußischen Königshaus und ihr Selbstverständnis drückten sie vor allem in der Errichtung repräsentativer Adelsresidenzen aus.

Eröffnung

Donnabend, 9. September 2010
19.00 Uhr

    Schloss Friedrichstein – eine Einführung in die Ausstellung
    Vortrag und Führung durch Dr. Claudia Tutsch (Kunsthistorikerin) | Referentin beim Deutschen Kulturforum östliches Europa

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