14.09.2003 , 00:00

Elisabeth Schwarzkopf-Masterclass

Dokumentation über eine der berühmtesten Sängerinnen des 20. Jahrhunderts, geboren in Jarotschin/Jarocin bei Posen im ehemaligen Westpreußen

Ein Film von Norbert Beilharz, ca. 45 Min.

12:00 Uhr

Elisabeth Schwarzkopf gehört zweifellos zu den berühmtesten Sängerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie wurde am 9. Dezember 1915 als Ida von Günther in Jarotschin bei Posen im ehemaligen Westpreußen geboren, wo in der Operette von alters her die Rosen blühen. Sie studierte bei Maria Ivogrün in Berlin und begann ihre Karriere dort an der Deutschen Oper und an der Lindenoper. Noch während des Zweiten Weltkriegs wurde sie an die Wiener Staatsoper engagiert. Nach dem Ende des Krieges stand einer Weltkarriere nichts mehr im Wege. Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan gehörten zu ihren Bewunderern und arbeiteten vorzugsweise mit der Grande Dame der Oper.
Durch die Unterstützung dieser und anderer großer Dirigenten hielt Elisabeth Schwarzkopf bald die Musikwelt mit ihrem unvergleichlichen Koloratur-Sopran in Atem: Mozart-Partien, wie die Contessa in »Die Hochzeit des Figaro« oder die Donna Elvira in »Don Giovanni«, sang sie unzählige Male auf allen großen Opernbühnen der Welt. Als Interpretin der Marschallin im »Rosenkavalier«, der Gräfin in »Capriccio« sowie der Ariadne und der Arabella auf Schallplatte avancierte sie zur Spezialistin für Strauss-Opern. Durch die Ehe mit Walter Legge, dem künstlerischen Leiter der Electrola, wurde sie endgültig zur Legende. Er machte sie zur Kultfigur des Gesangs und räumte ihr so einen Platz neben der legendären Maria Callas ein.
Eleganz, unvergleichliche Singallüre, Reinheit der Intonation und poetische Textbehandlung: Dies versucht Schwarzkopf als Gesangslehrerin ihren Schülerinnen zu vermitteln, so der russischen Sängerin Evgenia Grekova, Schülerin ihrer letzten Masterclass der Internationalen Hugo Wolf-Gesellschaft in Stuttgart, die sie in dieser Dokumentation unterrichtet.

2003-09-14 00:00:00
2003-09-14 00:00:00