Jüdisches Leben an der Oder. Eine deutsch-polnische Wanderausstellung. Erste Station ist bis Ende August 2018 die Synagoge zum Weißen Storch in Breslau

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Jüdisches Leben an der Oder. Eine deutsch-polnische Wanderausstellung. Erste Station ist bis Ende August 2018 die Synagoge zum Weißen Storch in Breslau
Jüdisches Leben an der Oder. Eine deutsch-polnische Wanderausstellung. Erste Station ist bis Ende August 2018 die Synagoge zum Weißen Storch in Breslau.

Die Landschaft an der Oder mit ihren wechselnden herrschaftlichen und nationalen Zugehörigkeiten war über Jahrhunderte ein Begegnungsraum. Hier kreuzten sich auch die deutsch-jüdische und die polnisch-jüdische Kultur. In der Neuzeit bedrohte der Nationalismus, gepaart mit dem Antisemitismus, diese kulturelle Vielfalt an Oder, Obra und Warthe. Der Nationalsozialismus zerstörte sie. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden weite Abschnitte der Oder zur deutsch-polnischen Grenze und die deutsche Bevölkerung aus den Regionen östlich des Flusses vertrieben. Polen fanden hier eine neue Heimat und für kurze Zeit schien es, dass in Niederschlesien und Pommern jüdisches Leben heimisch werden könnte. Mehrere Zehntausend polnisch-jüdische Holocaustüberlebende siedelten sich hier an, doch die meisten wanderten bis Ende der 1960er Jahre wieder aus. Die jahrhundertelange Anwesenheit von Juden an der Oder fiel dem Vergessen anheim, ihre Spuren wurden oft zerstört.

Die Ausstellung widmet sich Momenten der jüdischen Geschichte beiderseits der Oder. Sie will zum Nachdenken und zum Gespräch zwischen den ehemaligen und heutigen Bewohnern der Region anregen. Sie ist zugleich eine Einladung zur Neuentdeckung des deutsch-polnisch-jüdischen Kulturerbes dieser Landschaft.

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Themen

  1. Einführung
  2. Leben am Rande der Gesellschaft
  3. Die Synagoge von Oels
  4. Der jüdische Buchdruck
  5. Ein jüdischer Gutsherr baut eine Kirche
  6. Grenzland
  7. Breslau – Zentrum des modernen Judentums
  8. Nach Stettin, nach Berlin, nach New York!
  9. An der Oder geboren
  10. Das Internierungslager für Ausländer in Stargard
  11. »Polenaktion«
  12. Die Synagoge brennt!
  13. Von Stettin nach Lublin
  14. Autobahnbau in Zwangsarbeit
  15. »Kein Recht, nirgends!«
  16. Zeitweilige Heimat
  17. Erinnerung
  18. Heute
  19. Spuren
  20. Impressum

Technische Daten

Die Ausstellung besteht aus 20 einseitig bedruckten, freistehenden Tafeln á 1 m (Breite) x 2 m (Höhe). Sie kann kostenlos ausgeliehen werden. Der Mindestausstellungsdauer beträgt 8 Wochen. Die Ausstellungstermine koordiniert das Deutsche Kulturforum östliches Europa.

Termine

15. Juni bis 30. August 2018
Synagoge zum Weißen Storch, Breslau/Wrocław
Feierliche Eröffnung:
Donnerstag, 14. Juni 2018
18:00 Uhr

Sonntag, 17. Juni 2018
Kulturzug Breslau/Wrocław – Berlin
Kuratorin Dr. Magdalena Gebala stellt die deutsch-polnische Wanderausstellung vor
ab 17:15 Uhr

5. September bis 5. November 2018
Rotes Rathaus, Berlin
Feierliche Eröffnung:
5. September 2018
18 Uhr

Eine Ausstellung des Deutschen Kulturforums östliches Europa, realisiert in Zusammenarbeit mit:

  • Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e. V.
  • Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
  • Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften
  • Uniwersytet Wrocławski
  • Stowarzyszenie Historyczno-Kulturalne »Terra Incognita«
  • Muzeum Ziemi Międzyrzeckiej im. Alfa Kowalskiego
  • Fundacja Bente Kahan

Kuratorinnen

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