Deutschsprachige Siedler in Slowenien

Deutschsprachige Siedler in Slowenien
Hier sind sie unter verschiedenen Aspekten zusammengetragen – Spuren, die die Gottscheer im kulturellen Gedächtnis Europas hinterlassen haben und die sehr eindrücklich sind, auch wenn der Großteil des von ihnen über 600 Jahre besiedelten Gebiets heute wieder dem Wald gehört.

»Am Anfang war der Wald. Am Ende steht der Wald.«

Die schlichte, gespenstische Feststellung des Historikers Erich Petschauer zur über 600-jährigen Geschichte deutschsprachiger Siedler in der Gottschee, slowenisch Kočevje, veranschaulicht, warum diese Menschen eine ganz spezifische Gruppe unter den »versprengten Deutschen« (Karl-Markus Gauß) bilden: Sie lebten mit und neben der slowenischen Bevölkerung im undurchdringlichen Waldgebiet im Südosten des heutigen Slowenien.

Die widrige Natur führte schon ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu Auswanderungswellen, vor allem nach Amerika. Der Kahlschlag erfolgte jedoch erst im Zweiten Weltkrieg: Die Deutschen aus der Gottschee wurden in die Untersteiermark umgesiedelt, die die Nationalsozialisten besetzt hatten. 1945 wanderten die meisten nach Österreich, Deutschland oder Amerika aus.

In der zur Militärzone erklärten Gottschee wurden fast sämtliche Häuser und Kirchen zerstört sowie die größten Verbrechen der jugoslawischen Nachkriegsgeschichte verübt. Heute hat der Wald die meisten Dörfer der Gottscheer Deutschen wieder überwachsen, die einstige Heimat lebt in Büchern und im weltweiten Netz weiter.

Ferenc, Mitja/Joachim Hösler (Hrsg.): Spurensuche in der Gottschee. Deutschsprachige Siedler in Slowenien. 245 Seiten, Broschur, mit Duoton-Abbildungen, Glossar, Zeittafel, umfangreichen Registern und beigelegter Übersichtskarte. Mit Beiträgen von Sandra Blum, Mitja Ferenc, Karl-Markus Gauß, Adolf Hauffen, Joachim Hösler, Georg Marschnig und Martin Pollack. Deutsches Kulturforum östliches Europa, Potsdam 2011.
Preisaufgehobene Restexemplare [D] € 5,00/PLN 12,00. ISBN 978-3-936168-53-2

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