Konzerte zum 200. Todestag von Anton Ferdinand Titz (1742[?]–1810) mit dem Hoffmeister-Quartett in der Ukraine

Dr. Klaus Harer
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Konzerte zum 200. Todestag von Anton Ferdinand Titz (1742[?]–1810) mit dem Hoffmeister-Quartett in der Ukraine
ankündigungen: kiew, nationalphilharmonie | odessa, literaturmuseum | odessa, ev.-luth. kirche st. paul Auf Initiative der Kulturmanagerin am Bayerischen Haus Odessa, Liana Kryschewska, konnte das Kulturforum im Oktober 2010 seine CD-Produktion mit den Streichquartetten von A.F. Titz mit Konzerten des Hoffmeister-Quartetts in der Ukraine präsentieren ...
Die Ukrainische Nationalphilharmonie Kiew Das Hoffmeister-Quartett auf der Bühne
Ankündigung der Konzerte am Literaturmuseum der Stadt Odessa
Maria Degtjarenko, Direktorin des Bayerischen Hauses und Winfried Smaczny, Vorstandsvorsitzender des Kulturforums, begrüßten das zahlreich erschienene Publikum.
Standbilder vom Auftritt des Hoffmeister-Quartetts im ukrainischen Fernsehen atv odessa. Außerdem im Bild: Liana Kryschewska, Kulturmanagerin am Bayerischen Haus Odessa, Dr. Klaus Harer vom Deutschen Kulturforum östliches Europa sowie die Moderatoren der

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Auf Initiative der Kulturmanagerin am Bayerischen Haus Odessa, Liana Kryschewska, konnte das Kulturforum im Oktober 2010 seine CD-Produktion mit den Streichquartetten von A.F. Titz mit Konzerten des Hoffmeister-Quartetts in der Ukraine präsentieren. Die Produktion, die 2004 begonnen wurde und Anfang 2010 mit der dritten CD zum Abschluss kam ►►, wurde bereits in verschiedenen deutschen Städten sowie in St. Petersburg, Moskau und Orjol mit Konzerten präsentiert.

In Kooperation mit der Deutschen Botschaft in Kiew und mit Unterstützung der Lufthansa konnte die kleine Ukraine-Tournee in der Hauptstadt Kiew beginnen. Der herrliche Saal der Kiewer Nationalphilharmonie mit seiner wundervollen Akustik ließ die zarten und transparenten Klänge des Hoffmeister-Quartetts zu voller Geltung kommen. Auf dem Programm standen vier Streichquartette: Ein frühes und ein spätes Quartett von A. F. Titz, ein »konzertantes« Quartett von Franz Anton Hoffmeister sowie das berühmte Reiter-Quartett von Joseph Haydn gaben einen umfassenden Überblick über das Streichquartett-Repertoire der Jahrhundertwende um 1800. Klaus Harer erläuterte in seiner Moderation die Besonderheiten der authentischen Spielweise und der historischen Instrumente. Er erzählte auch über die besondere Bedeutung Rolle, die Anton Ferdinand Titz für die Entwicklung der Kammermusik im Russischen Reich spielte.

Odessa, die Hafenstadt am Schwarzen Meer, war im 19. Jahrhundert eine multiethnische und wirtschaftliche Metropole, in der neben anderen Nationalitäten auch die Deutschen eine Rolle spielten. Noch heute zeugen davon viele prachtvolle Architekturdenkmäler, die von den wohlhabenden Handelsleuten der Stadt errichtet wurden. Die riesige neugotische Kirche St. Paul, die nach jahrzehntelanger Fremdnutzung im Jahre 1976 abgebrannt war, ist nun wieder neu aufgebaut und dient als Hauptkirche der Deutschen evangelisch-lutherischen Kirche der Ukraine. Die Musik des deutschen Komponisten Anton Ferdinand Titz, der am Hofe Katharinas der Großen und Alexanders I. tätig war, sei für das Musikpublikum in Odessas sicher sehr interessant, besonders wenn sie von einem Ensemble in authentischer Spielweise vorgestellt werde, so Liana Kryschewska.

In Odessa gab das Hoffmeister-Quartett zwei unterschiedliche Konzerte. Zunächst wurde im prachtvollen Goldenen Saal des Literaturmuseums das große Programm des bereits in Kiew gegebenen Konzertes geboten. Klaus Harer moderierte das Konzert in russischer Sprache. Ein zweites, kürzeres Konzert – auf dem Programm standen zwei weitere Quartette von Anton Titz – fand in dem erst im Frühjahr dieses Jahres wiederhergestellten Kirchenraum der Evangelisch-Lutherischen Kirche St. Paul statt.

Das Interesse und die Begeisterung des ukrainischen Publikums drückte sich nicht nur in langem andauerndem Beifall aus (für den die Musiker mit Zugaben dankten). Im Anschluss an die Konzerte wurden die Musiker und der Moderator von Kollegen und Musikinteressierten in ausführliche Gespräche über die Kammermusik um 1800 und ihre Aufführungspraxis gezogen. Ein breiteres Publikum vor allem in Odessa wurde zusätzlich durch einen zwanzigminütigen Auftritt des Hoffmeister-Quartetts im Frühstücksfernsehen des Senders atv odessa am 14. Oktober 2010 erreicht. ►►


alle Fotos auf dieser Seite, sofern nicht anders angegeben: © 2010 Deutsches Kulturforumöstliches Europa • K. Harer

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