04.04.2019 , 18:30
Hauptkirche St. Nikolai
Harvesterhuder Weg 118, 20149 Hamburg, Deutschland

Literarischer Reiseführer Danzig

Lesung und Gespräch mit dem Autor Peter Oliver Loew

Danzig ist eine faszinierende Stadt: Gelegen zwischen blauem Meer und grünem Hügelland, zwischen glänzender Geschichte und einem dramatischen 20. Jahrhundert, hat sie immer wieder Schriftsteller und Künstler angeregt. In seinem neu aufgelegten »Literarischen Reiseführer« spaziert Peter Oliver Loew durch die Straßen und Gassen der alten Stadt. Acht Strecken führen durch das historische Herz, an der Marienkirche vorbei bis zum Mottlauhafen und zur Werft: Hier hat sich über Jahrhunderte hinweg so viel ereignet, dass es gleich für mehrere Städte dieser Größe genügen würde. Aber auch die Vorstädte sind spannend: Das Langfuhr von Günter Grass, das Oliva der polnischen Nachkriegsliteratur, die von deutschen wie polnischen Dichtern besungene Weichsel, die endlos langen Strände.

Kein Wunder, dass die Stadt viele Dichter in ihren Bann zog – ob Martin Opitz, Joseph von Eichendorff, Adam Mickiewicz oder auch Józef Ignacy Kraszewski.

In der Lesung aus seinem Literarischen Reiseführer wirft Peter Oliver Loew mit den Augen dieser und weiterer Literaten faszinierende, aber auch ungewöhnliche Blicke auf einen Ort, der sowohl zur deutschen als auch zur polnischen Kulturlandschaft gehört. Ende 2013 gaben die Stadt Danzig und das Kulturforum auch eine polnische Fassung des Buches unter dem Titel Gdańsk. Przewodnik literacki heraus.

Peter Oliver Loew

Peter Oliver Loew, geboren 1967, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Polen-Institut Darmstadt, studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Volkswirtschaft in Nürnberg, Freiburg und Berlin. Er promovierte über die Geschichte Danzigs, wo er mehrere Jahre gelebt hat. Unter seinen zahlreichen weiteren Büchern über die Ostseemetropole erschien 2011 der Titel Danzig. Biographie einer Stadt beim Verlag C. H. Beck.

Programm

Lesung und Gespräch mit Peter Oliver Loew

Moderation: Dr. Andreas Lawaty

Eintritt

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg in der Hauptkirche St. Nikolai Hamburg

Weiterer Termin

Freitag, 5. April 2019
19:00 Uhr, Literaturhaus Schleswig-Holstein, Kiel

Pressburg – ungarisch Pozsony, slowakisch seit 1919 Bratislava – ist mehr als die kleine Schwester Wiens. Es war jahrhundertelang ungarische Krönungsstadt und lag an den wichtigen Handelswegen Mitteleuropas. Mehrsprachigkeit war prägend für die hier geborenen und lebenden Autoren. Zu diesen gehört der große Barockgelehrte Matthias Bel oder der deutschsprachige Schriftsteller und Übersetzer Alfred Marnau. Die Donaustadt erscheint oft als Erinnerungsort, etwa in den zwischen den Weltkriegen entstandenen Preßburger Interieurs von Elsa Grailich oder den Preßburger Ghettobildern von Karl Benyovszky. Eine Persönlichkeit der reichhaltigen jüdischen Kultur war Selma Steiner mit ihrer berühmten Traditionsbuchhandlung. Diese überstand alle historischen Brüche: von der k. u. k. Monarchie über die Erste Tschechoslowakische Republik, den Slowakischen Staat und den Kommunismus bis zur Wende. Sechs literarische Spaziergänge begleiten durch die zu entdeckende Vielschichtigkeit der slowakischen Hauptstadt, die auch Schriftsteller der Gegenwart wie Michal Hvorecký

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