19.06.2019 , 18:30
Ostpreußisches Landesmuseum | Neubau
Heiligengeiststraße 38, 21335 Lüneburg, Deutschland

Mehrfacher Untergang

Kurzvorträge und Gespräch: Das Ende der ostpreußischen Stadt Schirwindt

<br>Geschlossene Grenzbrücke zwischen Kudirkos Naumiestis (Schirwindt-Neustadt) und dem ehemaligen Schirwindt in Ostpreußen. Beim Angriff russischer Truppen 1914 wurden die Brücke und die Stadt Schirwindt völlig zerstört. Die heutige Brücke ist nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet worden.

Die kleinste und östlichste Stadt Ostpreußens ging gleich zweimal unter: Zum Beginn des Ersten Weltkriegs fl üchteten die Einwohner vor russischen Truppen. Nur zwei Jahrzehnte nach dem Wiederaufbau der gänzlich zerstörten Stadt begaben sich die Einwohner von Schirwindt 1944 erneut auf die Flucht. Nach Kriegsende entstand hier das sowjetische Militärübungsgelände Kutusowo. Heute existiert Schirwindt nur noch in der Erinnerung der Vertriebenen und als Gedenkort in einer Schirwindter Stube in der litauischen Stadt Kudirkos Naumiestis, die am anderen Ufer der Scheschuppe liegt.

Programm

Kurzvorträge und Gespräch

  • Der heute in Nordrhein-Westfalen lebende Peter Gnaudschun erzählt von seiner Kindheit in Schirwindt und der Flucht im Sommer 1944.
  • Der in Vilnius praktizierende Architekt Darius Spranaitis stellt dar, wie seine Eltern Antanas und Irena in den 1990er Jahren begannen, in der Schirwindter Stube alles zu sammeln, was mit der untergegangenen Stadt im Kaliningrader Gebiet zu tun hat.
  • Und der in Warschau forschende Historiker Felix Ackermann erinnert daran, dass Einwohner von Schirwindt und Naumiestis im Herbst 1941 die litauischen Juden vis-à-vis von Schirwindt ermordeten.

 

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Kooperation mit der Kulturreferentin für Ostpreußen

 und das historische Baltikum am Ostpreußischen Landesmuseum mit Deutschbaltischer Abteilung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Jahresthemas 2019: Von Abschruten bis Zwirballen. Neues über Ostpreußen des Deutschen Kulturforums statt.

Weiterer Termin

Donnerstag, 20. Juni 2019, Leipzig
Mehrfacher Untergang
Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)

Lage


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