27.06.2018 , 20:00
fsk – Kino am Oranienplatz
Segitzdamm 2, 10969 Berlin, Deutschland

Die Schaleks. Zwischen den Fronten & Burning/Degošais

Weltpremiere auf dem 24. Jüdischen Filmfestival Berlin & Brandenburg

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DIE SCHALEKS. ZWISCHEN DEN FRONTEN

Die deutsch-tschechisch-jüdische Familie Schalek hatte eine Reihe von kulturhistorisch interessanten Mitgliedern. Die Wiener Journalistin Alice Schalek war eine bekannte Frontberichterstatterin im Ersten Weltkrieg. Robert Schalek fungierte als Richter in Leitmeritz/Litoměřice beim berühmten Prozess um den Hellseher Hanussen. Malva Schaleks Zeichnungen aus dem Ghetto Theresienstadt/Terezín gehören zu den bedeutenden künstlerischen Dokumenten des Holocaust. Ihre Nichte Lisa Fittko war eine wichtige Fluchthelferin in Südfrankreich, unter anderem für Walter Benjamin. Roberts Sohn Fritz Schalek floh als Widerstandskämpfer vor den Nationalsozialisten nach England und wurde nach 1945 zu einem der Aktivisten der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei. Wie sich in den Biografien die bewegte Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts spiegelt, zeigt der Kurzfilm Die Schaleks. Informationen zur Ausstellung über die Schaleks finden Sie hier.

Dokumentarfilm, Weltpremiere, 9 Minuten, deutsch

Buch und Regie
Die Kulturingenieure
Ralf Pasch
Deutsches Kulturforum östliches Europa

Produktion
Deutschland 2018

 

Im Anschluss:

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BURNING/DEGOŠAIS

Eliyahu Rips kommt aus einer jüdisch-deutsch-russischen Familie und war ein Mathematik-Wunderkind der Lettischen Sowjetrepublik. Im Jahr 1969, mit zwanzig Jahren, protestiert er gegen gegen den Einmarsch sowjetischer Truppen in die Tschechoslowakei mit einem Selbstverbrennungsversuch vor dem Freiheitsmonument in Riga, wird inhaftiert und kann nach zwei Jahren in der sowjetischen Psychiatrie schließlich nach Israel ausreisen. Rips ist bis heute Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem und forscht an der Dechiffrierung des sogenannten Bibelcodes. Das Doku-Porträt fragt nach den Motiven und Spuren seiner Widerständigkeit und Wahrheitssuche.

Janis Putnis, geboren in Riga, Lettland, studierte Deutsch in Riga, bevor er in den USA die Film-and-Media-Studies absolvierte; zudem war er Gastdozent an der New York State University.

Dokumentarfilm, Deutschlandpremiere, 55 Minuten, lettisch mit englischen Untertiteln

Regie
Jānis Putniņš

Produktion
Lettland 2016

Eintritt

8,– Euro
7,– Euro ermäßigt

Weitere Informationen, auch zum Ticketerwerb, finden Sie auf der Website des 24. Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg.

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen der dreiteiligen Filmreihe »Besondere Biografien« aus Böhmen und dem Baltikum auf dem 24. Jüdischen Filmfestivals Berlin & Brandenburg.

 

 

Lage


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