12.07.2017 , 18:15
Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG)
Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam Deutschland

Die Reformation auf dem Gebiet des historischen Ungarn

Vortrag von Prof. Dr. Márta Fata, Tübingen, im Rahmen der Ringvorlesung »Reformation in Brandenburg und im östlichen Europa«

Artikularkirche in Kesmark/Kežmarok, heute Slowakei

In den Städten des historischen Ungarn fanden die reformatorischen Ideen zwar schon früh Widerhall. Doch erst nach Beendigung der Thronwirren und nach 1541 erfolgter Dreiteilung Ungarns infolge der Niederlage gegen die Osmanen 1526 konnten einzelne Rechtsverbände oder Städte die Reformation tatsächlich umsetzen. Nach anfänglicher Dominanz des Luthertums erlangten bald auch die Schweizer Richtung und regional die Antitrinitarier Anhänger.

Im östlichen Landesteil, Siebenbürgen und ostungarische Komitate, gelang die langfristige Etablierung von Glaubensfreiheit. Im nördlichen und westlichen, habsburgischen Landesteil sollten sich Protestanten und Katholiken auf lange Sicht Auseinandersetzungen liefern, während der osmanisch besetzte Teil Ungarns eine Sonderentwicklung nahm.

Prof. Dr. Márta Fata vom Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen erörtert neben dem reformatorischen Geschehen auch dessen politische und kulturelle Bedeutung.

Ringvorlesung

Die an 14 Terminen unternommenen Streifzüge durch die Geschichte der Reformation und ihrer langfristigen Wirkung soll einen Überblick über ganz Ostmitteleuropa bieten, ein Schwerpunkt wird dabei auf den brandenburgisch-preußischen Ländern liegen. Neben Vorträgen gehören Filme sowie ein Abschlusskonzert zum Programm. Die Ringvorlesung eignet sich auch als Einführung in die Ausstellung Reformation und Freiheit. Luther und die Folgen für Preußen und Brandenburg, die von 8. September 2017 bis 21. Januar 2018 im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gezeigt wird. Während der Laufzeit der Ringvorlesung werden Tafeln der Überblicksausstellung des Kulturforums zur Reformation im östlichen Europa ergänzend gezeigt.

Die Ringvorlesung findet vom 19.4.2017 bis zum 19.7.2017 jeden Mittwoch um 18 Uhr c. t. statt.

alle Termine

Veranstaltungsorte

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG)
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1 A
14467 Potsdam

Eintritt

Einzeltermine
5,– Euro
3,– Euro ermäßigt

Abo-Karte für die zwölf Termine im HBPG
25, Euro

für Schüler und Studierende
frei

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen unseres Jahresthemas 2017: Mehr als Luther. Reformation im östlichen Europa. In Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), der Universität Potsdam, dem Filmmuseum Potsdam, den Kulturfesten in Brandenburg und anderen Partnern.

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