17.05.2017 , 18:15
Filmmuseum Potsdam | Marstall am Lustgarten
Breite Str. 1A, 14467 Potsdam, Deutschland

Jan Hus

Filmpräsentation mit Einführung von PhDr. Jan Randák, Prag. Eine Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung »Reformation in Brandenburg und im östlichen Europa«

Jan Hus

Ein Jahrhundert vor Martin Luther predigte Jan Hus in Prag nicht auf Latein, sondern in der Sprache des Volkes, auf Tschechisch. Er verurteilte den Reichtum der Kirche, stellte Wahrheit und Gewissen über weltliche Herrschaft. Am 6. Juli 1415 wurde Hus auf dem Kirchenkonzil in Konstanz als Ketzer verbrannt. Seinem Tode folgte der Beginn der Hussiten- und Religionskriege in Europa. In Deutschland wurden die Lehren des Reformators vielerorts begeistert aufgenommen, später bekannte sich Martin Luther zu ihm. Im Zuge der Selbständigkeitsbestrebungen der Tschechen im 19. Jahrhundert wurde Hus zum Nationalhelden, nach der Gründung der Tschechoslowakischen Republik der 6. Juli zum Feiertag erklärt. Die seit 1948 regierenden tschechischen Kommunisten stellten Hus als ihren Vorläufer dar, was sich im Film von Otakar Vávra spiegelt.

Programm

 

Einführungsvortrag
Das tschechische Hus- und Hussitenbild vor und nach 1989
Referent: PhDr. Jan Randák, Prag

Filmvorführung
Jan Hus

ČSR 1954, Regie: Otakar Vávra
(115 Min., dt. Fassung)

Zum Thema »Protestantische Massenbeweger im sozialistischen Kino« zeigt das Deutsche Kulturforum am 17. Oktober 2017 um 18 Uhr im Filmmuseum Potsdam auch Thomas Müntzer – Ein Film deutscher Geschichte  (DDR 1956, 119 Min.). Mit einem Einführungsgespräch mit Pfarrer Dr. Bernd Krebs, Beauftragter der EKBO für das Reformationsjubiläum und den Kirchentag 2017. Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe »Potsdamer Gespräche 2017: Reformation, Revolution, Krieg - Historische Zäsuren im Film«.

 

Die Ringvorlesung

Die an 14 Terminen unternommenen Streifzüge durch die Geschichte der Reformation und ihrer langfristigen Wirkung soll einen Überblick über ganz Ostmitteleuropa bieten, ein Schwerpunkt wird dabei auf den brandenburgisch-preußischen Ländern liegen. Neben Vorträgen gehören Filme sowie ein Abschlusskonzert zum Programm. Die Ringvorlesung eignet sich auch als Einführung in die Ausstellung Reformation und Freiheit. Luther und die Folgen für Preußen und Brandenburg, die von 8. September 2017 bis 21. Januar 2018 im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gezeigt wird. Während der Laufzeit der Ringvorlesung werden Tafeln der Überblicksausstellung des Kulturforums zur Reformation im östlichen Europa ergänzend gezeigt.

Die Ringvorlesung findet vom 19.4.2017 bis zum 19.7.2017 jeden Mittwoch um 18 Uhr c. t. statt.

alle Termine

Veranstaltungsorte

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG)
Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam

Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1 A
14467 Potsdam

Eintritt

Einzeltermine
5,– Euro
3,– Euro ermäßigt

Abo-Karte für die zwölf Termine im HBPG
25, Euro

für Schüler und Studierende
frei

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen unseres Jahresthemas 2017: Mehr als Luther. Reformation im östlichen Europa. In Kooperation mit dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG), der Universität Potsdam, dem Filmmuseum Potsdam, den Kulturfesten in Brandenburg und anderen Partnern.

Lage


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