04.05.2017 , 18:00
Institut für Volkskunde der Deutschen im östlichen Europa – IVDE
Goethestraße 63, 79100 Freiburg im Breisgau, Deutschland

Reformation im Donau-Karpatenraum

Themenabend mit Vorträgen von Dr. Harald Roth und Dr. Ulrich A. Wien

Abbildung: Slowakische Gedenkbriefmarke von 2010 zum 400. Jahrestag der Synode von Sillein/Žilina, Collage mit Zentralbild des Thurzo-Altars *

Die von Wittenberg aus angestoßene Kirchen- und Glaubenserneuerung hat auch weite Teile des östlichen Europa nachhaltig verändert. Die meisten unserer östlichen Nachbarländer waren über Jahrhunderte hin entweder vom Protestantismus oder von ausgesprochener Glaubensvielfalt geprägt. Diese Vielfalt gerät heute durch die Konzentration auf die »Marke Luther« etwas aus dem Blick und das Bewusstsein für ein in weiten Teilen evangelisch und tolerant geprägtes Ostmitteleuropa verblasst.

Beim Themenabend wird die Ausbreitung der Reformation in Ostmitteleuropa am Beispiel des Donau-Karpatenraums vorgestellt. Zunächst präsentiert Dr. Harald Roth das siebenteilige Ausstellungsprojekt des Deutschen Kulturforums östliches Europa zur Reformation im östlichen Europa – einige Beispieltafeln werden zu sehen sein. Im Anschluss wird Dr. Ulrich A. Wien, Universität Koblenz-Landau, über das reformatorische Geschehen in Ostmitteleuropa sprechen – vom Baltikum bis Siebenbürgen, mit einem besonderen Blick auf den Südosten.

* Thurzó-Altar in Necpaly. Georg Thurzó, Palatin von Ungarn, hatte zur Synode nach Sillein/Žilina eingeladen. Auf dem ein Jahr später von ihm in Auftrag gegebenen Altar für seine Burg Arwa/Orava sind die Grundprinzipien der Lutherschen Lehre von der Rechtfertigung der Sünder durch Gott dargestellt.

Eine Veranstaltung/Ausstellung des Deutschen Kulturforums östliches Europa im Rahmen des Jahresthemas 2017: Mehr als Luther. Reformation im östlichen Europa. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa – IVDE

 

Lage


2017-05-04 18:00:00
2017-05-04 22:00:00