01.03.2017 , 17:00
Naturwissenschaftliche Universität Breslau – Foyer
Norwida 25, 50-373 Wrocław, Polen

»Meisterhaft wie selten einer …« | »Mistrzowskie jak rzadko które …«

Ausstellungseröffnung: Die Gärten Peter Joseph Lennés zwischen Schlesien und Pommern | Ogrody Petera Josepha Lenné w Polsce

Peter Joseph Lenné. Portrait von Karl Begas d. Ä. aus dem Jahre 1850

Peter Joseph Lenné (1789–1866), einer der bedeutendsten Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts, war maßgeblich an der Umgestaltung der Gartenanlagen in Sanssouci und im Neuen Garten sowie an der Konzeption der Parks von Glienicke und auf der Pfaueninsel beteiligt. 1816 trat er in preußische Dienste und war unter drei Königen tätig. Er gestaltete aber nicht nur die königlichen Gärten, sondern kümmerte sich auch um Stadtgestaltung, die Ausbildung der Gärtner, Baumschulen, Blumenzucht und Landwirtschaft.

Der Schauplan für den Schlossgarten Groß Cammin (Kamień Wielki). Anschaulich dargestellt ist die Verteilung von Wegen, Plätzen und Pflanzungen. Entwurf: Peter Joseph Lenné, Zeichnung: Gerhard Koeber, 1833

Neben Potsdam und Berlin hat Lenné in allen Ländern des historischen Preußen als Gartengestalter stilbildend gewirkt und zahlreiche die Landschaft bis heute prägende Gartendenkmale hinterlassen. Während seine Parkanlagen auf dem Gebiet der Bundesrepublik bekannt und praktisch vollständig erfasst und dokumentiert sind, gerieten seine Werke in den ehemals deutschen Provinzen jenseits der heutigen Grenze weitgehend in Vergessenheit.

Johann Heinrich Hintze: Ansicht von Schloss Schildau, 1840

Anlässlich des 150. Todestages von Lenné will die zweisprachige Ausstellung »›Meisterhaft wie selten einer …‹. Die Gärten Peter Joseph Lennés zwischen Schlesien und Pommern« dazu einladen, die von ihm konzipierten Landschaftsgärten auf der anderen Seite der Oder wiederzuentdecken. Sie bietet einen Überblick über die Landschaftsgestaltungen in den ehemaligen östlichen Provinzen Preußens im heutigen Polen, an denen Lenné direkt oder indirekt beteiligt war. Über dreißig Gartenanlagen konnten identifiziert werden, die unter Mitwirkung Peter Joseph Lennés und seiner engsten Mitarbeiter entstanden sind. Die meisten davon liegen in den polnischen Woiwodschaften: Westpommern/Pomorze Zachodnie, Niederschlesien/Dolny Śląsk und Lebus/województwo lubuskie.

Das Schloss Breslau-Lissa, heute Ort des Kulturzentrums »Zamek«. Die historische Parkanlage wurde Ende des 20. Jahrhunderts saniert und erhielt den Namen Lissaer Park/Park Leśnicki.

In der Ausstellung werden bedeutende Parkanlagen vorgestellt und ihr heutiger Zustand skizziert. Während die Gärten im schlesischen Hirschberger Tal bereits eine Vielzahl von Touristen anlocken, warten andere noch auf ihre Wiederherstellung. In den letzten Jahrzehnten entstanden in den genannten Woiwodschaften zahlreiche Initiativen, die sich dies zum Ziel gesetzt haben.

Ausstellungskatalog

Zur Ausstellung wird ein Katalog in deutscher Sprache erscheinen mit Aufsätzen zu den von Lenné konzipierten oder unter seinem Einfluss entstandenen Landschaftsgärten in den historischen östlichen Provinzen des Preußischen Staates, die heute zu Polen gehören.

Wanderausstellung

Das Kulturforum bietet die zweisprachige Ausstellung als Wanderausstellung an: weitere Informationen

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit der Naturwissenschaftlichen Universität Breslau und dem Deutschen Generalkonsulat in Breslau. Die zweisprachige Ausstellung »Meisterhaft wie selten einer…«. Gärten von Peter Joseph Lenné zwischen Pommern und Schlesien wird vom 2. bis zum 31. März 2017 im Foyer der Naturwissenschaftlichen Universität Breslau gezeigt.

Lage


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