18.05.2017

Ein Bericht von der Ausstellungseröffnung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler

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Ein Bericht von der Ausstellungseröffnung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler
Ein Bericht von der Ausstellungseröffnung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler

Blick in den Ausstellungssaal

Von Angela Korb

Die gravierende Rolle der Ungarndeutschen mit Blick auf die ungarische Gesellschaft sowie den Beitrag des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) betonte Gastgeber Dr. Péter Györkös, Botschafter von Ungarn, bei der Vernissage der Ausstellung Gestern – Heute – Morgen in Berlin. Die Galerie der Botschaft von Unagrn erwies sich auch früher als ausgezeichneter Ausstellungsraum für die Werke ungarndeutscher Künstler. Seit dem 28. April ist nun das Material der Jubiläums-Gemeinschaftsausstellung im Bau Unter den Linden am Brandenburger Tor zu sehen.

Begrüßung durch S.E. Péter Györkös, Botschafter von Ungarn in der Bundesrepublik Deutschland

Als leuchtendes Beispiel für den Identitätserhalt bezeichnete in seiner Rede Hartmut Koschyk MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, den Verband (wegen einer plötzlichen Erkrankung wurde die Rede von seiner Mitarbeiterin Frau Dr. Brauns vorgetragen).

»Die Wanderausstellung ist ein großartiger Beitrag zu dem Brückenbau zwischen den Völkern in Europa. Sie schlägt einen Bogen von Ungarn über Deutschland nach Belgien und ermöglicht so das Kennenlernen der ungarndeutschen Kunst und Literatur für ein breites europäisches Publikum. Das Thema der Ausstellung Gestern – Heute – Morgen erfasst einen weiteren Aspekt, der auch in der Minderheitenpolitik von Bedeutung ist: Wir dürfen keinen dieser Zeiträume bei unserer Arbeit aus den Augen verlieren.«

Ungarn sowie seine sehr aktive deutsche Minderheit seien wichtige Partner, betonte Dr. Harald Roth, Direktor des Deutschen Kulturforums östliches Europa. Die im März in Fünfkirchen gestartete Jubiläumsausstellungsreihe entstand in Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, das zur Vernissage in Berlin zudem einen informativen Flyer beisteuerte.

Dr. Eva Brauns übermittelt das Grußwort von Hartmut Koschyk MdB, beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten

Das Konzept der Ausstellung von Kurator Ákos Matzon, dem Vorsitzenden der VUdAK-Sektion für bildende Kunst, baut auf die Künstlergenerationen: Neben der bestehenden Kontinuität werden auch Werke von neuen Mitgliederkandidaten in der Ausstellung gezeigt. Dies in einer Formen- und Gattungsvielfalt – vom Figurativen bis hin zum Konstruktivismus.

Eigene Erlebnisse, Atelierbesuche, Ausstellungen schwor in seiner Einführung in die Ausstellung Thomas Schulz, langjähriger Begleiter des VUdAK und ehemaliger Mitarbeiter des Deutschen Kutlurforums östliches Europa, herauf: »VUdAK als Verband positioniert sich immer neu«, formulierte er im Blick auf die vorgestellten Künstlergenerationen und wies auf die Prosa- und Lyrikbände sowie Kunstkataloge als handfeste Ergebnisse dieser Tätigkeit hin.

Johann Schuth, erster Vorsitzender von VUdAK, unterstrich in seiner Moderation die enge Zusammenarbeit der Literatur- und der Kunstsektion. Die Autorin Angela Korb, Vizevorsitzende von VUdAK, las Gedichte – auch von Gründungsmitglied Valeria Koch. Die Vernissagebesucher konnten Texttafeln mit ungarndeutscher Literatur lesen. Den musikalischen Rahmen boten Kevin Kerner (Posaune) und Saori Tomidokoro (Klavier).

Gestern – Heute – Morgen – die Jubiläums-Gemeinschaftsausstellung von VUdAK ist bis 26. Mai in der Galerie der Botschaft von Ungarn in Berlin (Unter den Linden 76) zu besichtigen (weitere Informationen).

Die Ausstellung wird im Juni in der Landesvertretung von Baden-Württemberg in Brüssel, im Juli im Ministerium der Deutschprachigen Gemeinschaft Belgiens in Eupen und im September im Ungarischen Kulturinstitut in Stuttgart zu besichtigen sein.

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