Zweiter Weltkrieg

  • 13.12.2017

    Ein Leben ohne Herkunft und Identität

    Von Thielko Grieß   In einer Plastiktüte hütet Elli Hartwig ihre wenigen Erinnerungen an ihre Kindheit. Einige Fotos, einige Briefe, die sie herausnimmt. Mehr gibt es nicht mehr. »Mein Vater, meine Mutter, hier sind wir alle zusammen.« Geboren wurde Elli Hartwig 1935 als siebtes und letztes Kind eines Schmieds im D ...
  • 13.12.2017

    Ausstellung in Wien zeigt, wie Kinder den Holocaust erlebt haben

    Von Oona Kroisleitner […] So erzählt eine Tafel die Kurzgeschichte »Der Glücksfall«, eine Art Aschenputtelmärchen: Ein Mädchen mit einer bösen Stiefmutter lief von zu Hause weg und fand eine neue Bleibe bei einer Prinzessin, wo sie bis ans Ende ihrer Tage glücklich lebte. Geschrieben wurde der Text von Nelly Toll, die 1935 in Lembe ...
  • 19.11.2017

    In den Ruinen von Küstrin

    Von Peter Carstens […] Siebzig Jahre lagen die Reste von Altstadt und Festung im militärischen Sperrgebiet der Sowjetarmee entlang der Oder-Grenze zwischen der DDR und Polen. Ein fast vergessenes Terrain. Bis Anfang der neunziger Jahre die Grenzen sich öffneten und das Gelände demilitarisiert wurde. In der früheren Grenzab ...
  • 14.11.2017

    Ludwiga Reich: Das steinerne Archiv von Ivančice / Kamenný archiv v Ivančicích

    »In der südmährischen Stadt Ivančice, dem früheren Eibenschitz, liegt der älteste jüdische Friedhof Mährens, der drittälteste Tschechiens. Sein streng denkmalgeschütztes Areal birgt nicht nur kunsthistorisch wertvolle Grabsteine aus nahezu einem halben Jahrtausend, sondern ist auch das einzige Zeugnis für eine 1942 restlos ausgelöschte j ...
  • 07.11.2017

    Der Preis der Würde

    Von Nancy Waldmann […] 1308 Häftlinge, 326 Tote im Lager Lety. Harte Arbeit im Straßenbau und im Steinbruch, Hunger. Zwei Massentransporte mit etwa 500 Gefangenen gingen aus Lety, das 1942 auf Befehl der deutschen Besatzer zum »Zigeunerlager« erklärt wurde, nach Auschwitz. Der letzte bei Schließung des Lagers im Mai 1943 ...
  • 29.09.2017

    Verleihung des Georg Dehio-Kulturpreises 2017: Bericht und erste Impressionen

    Am 28. September 2017 wurde im Rahmen eines Festakts im Otto-Braun-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin zum achten Mal der Georg Dehio-Kulturpreis des Deutschen Kulturforum östliches Europa e.V. verliehen. Der Hauptpreis würdigte das herausragende Engagement von Prof. Dr. Dres. h.c. Paul Philippi ...
  • 28.09.2017

    Wiedersehen nach 72 Jahren

    Von Annette Hörnig Mit Günter Peleiski hat es das Schicksal sehr lange nicht gut gemeint. 1942 in Insterburg/Ostpreußen geboren, kam der Sohn einer alleinstehenden Mutter in ein Heim in Memel. Seine Schwester Christel, die fünf Jahre älter ist, wuchs bereits bei einer Pflegefamilie auf. Im Juli 1944 floh Christel mit ihrer ...
  • 28.09.2017

    Georg Dehio-Kulturpreis: Preisverleihung am 28. September in Berlin

    Hauptpreis | Förderpreis | Preisverleihung | Jury | Veranstaltungen Mit dem Georg Dehio-Kulturpreis 2017 des Deutschen Kulturforums östliches Europa werden der evangelische The ...
  • 21.09.2017

    Stadt ohne Gedächtnis

    Von Volker Breidecker […] So steht Lemberg auch unter neuem Namen am Eingang eines »Grenzlandes« – nichts anderes heißt »Ukraine« wörtlich übersetzt –, inmitten von Europas »kontaminierten Landschaften« (Martin Pollack) – der Historiker Timothy Snyder prägte dafür das Wort von den »Bloodlands«: »Europas ver ...
  • 19.09.2017

    Dokumentation eines Zeitzeugen

    Von Robert Schmitt […] Auf 175 Seiten hat er »Das Flüchtlingslager Vogelherd/Schwabach« als »Station auf dem Weg der Vertreibung« beschrieben. Besonders beeindruckend sind dabei zahlreiche Zeitzeugenberichte. Über 50 000 Flüchtlinge aus dem Osten ist es nach Ende des Zweiten Weltkriegs ebenso wie ihm ergangen. Bis Dez ...
  • 12.09.2017

    Chris Kraus: Das kalte Blut

    »Zwei Brüder aus Riga machen Karriere: erst in Nazideutschland, dann als Spione der jungen Bundesrepublik. Die Jüdin Ev ist mal des einen, mal des anderen Geliebte. In der leidenschaftlichen Ménage à trois tun sich moralische Abgründe auf, die zu abenteuerlichen politischen Ver­wicklungen führen. Die Geschichte der Solms ist auch die Geschic ...
  • 29.08.2017

    Lutz C. Klevemann: Lemberg

    Die Biographie einer Stadt Einst Teil des Habsburger Reichs, galt Lemberg als ›Jerusalem Europas‹, wo Polen, Juden, Ukrainer und Deutsche zusammenlebten. Namhafte Künstler und Wissenschaftler prägten eine Moderne, die der in Berlin und Wien in nichts nachstand. Dann verlor Lemberg wie so viele mitteleuropäische Städte durch Krieg ...
  • 29.08.2017

    Julie von Kessel: Altenstein

    »Die Geschichte einer alten Adelsfamilie, die an ihrem Erbe fast zerbricht. Im Winter 1945 sitzt ein Kind in einem überfüllten Personenzug von Königsberg nach Westen. Sehnsüchtig blickt der kleine Konni hinaus in den Schnee – seine Mutter ist nicht mitgekommen. Gräfin Agnes von Kolberg wird ihren zehn Kindern erst später auf das Gut Altenst ...
  • 25.08.2017

    Stallupönen, Bittehnischken und Purpesseln

    Von Roswitha Schieb Die Säule, die das Dreiländereck zwischen Polen, Kaliningrad und Litauen markiert, besteht aus rotem poliertem Granit. Sie steht in Zerdziny, dem polnischen Kältepol, auf einem Grenzstreifen, auf dem sich eine Rotbunte Kuh mit Kälbchen niedergelassen hat und träge wiederkäut. Eine Schautafel klärt Besu ...
  • 03.08.2017

    Ines Luft: Eduard Winter zwischen Gott, Kirche und Karriere

    »Gelebt im 20. Jahrhundert und betroffen von vielen seiner Verwerfungen: Eduard Winter (1896–1982). Geboren als Deutscher in Böhmen, gestorben als österreichischer Staatsbürger in der DDR. Als charismatischer Kopf der böhmischen katholischen Jugendbewegung hinterließ Winter tiefe Spuren; später war er ein Aushängeschild der DDR-Geschichtss ...
  • 02.08.2017

    Verena Feistauer: Eine neue Heimat im Kino

    »Infolge des Zweiten Weltkriegs verloren etwa zwölf Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den damaligen deutschen Ostgebieten und den deutschen Siedlungen in Osteuropa ihre Heimat. Ihre Integration in der BRD und der DDR verlief nicht immer reibungslos, sondern wurde durch das Aufeinanderstoßen verschiedener Mentalitäten und Konfessionen er ...
  • 31.07.2017

    Kein zweites Tannenberg

    Von Klaus A. Lankheit […] Im kollektiven historischen Bewusstsein haben sich vor allem die durch den zähen Widerstand des Heeres ermöglichten Flüchtlingstrecks und die Evakuierung der deutschen Bevölkerung durch die Kriegsmarine über die Ostsee festgesetzt. Auch die veröffentlichten, apologetisch gefärbten Berichte der ...
  • 31.07.2017

    Richard Lakowski: Ostpreußen 1944/45

    »Der Zweite Weltkrieg erreichte Ostpreußen im Sommer 1944. Der ›Endkampf um das Reich‹ nahm seinen Anfang. Die Kämpfe in der nordöstlichsten Provinz des Deutschen Reiches dauerten bis Ende April 1945. Während dieser Wochen und Monate fanden auf relativ kleinem Raum mehrere große Angriffs- und Abwehroperationen sowie unzählige kleinere Gef ...
  • 00.00.0000

    ...
  • 31.07.2017

    Geschichte aus Stein und Beton

    »Wenn Reisende heute die Weichsel ostwärts überqueren, sind sie immer naoch fasziniert von den prächtigen Bauten der Vergangenheit wie beispielsweise Burgen, Schlössern und Kirchen. Bei genauem Hinsehen finden sich außerdem zahlreiche Befestigungsanlagen vom 18. bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. diese Hinterlassenschaften aus Stei ...
  • Blättern:

    Seite von 8