Flucht und Vertreibung

  • 11.09.2018

    Ort der Erinnerung im Böhmerwald

    von Martina Schneibergová Die Böhmerwaldgemeinde Haidl am Ahornberg/Zhůří na Javorné war früher deutsch besiedelt. Heute erinnern nur noch eine kleine Kapelle und ein Versöhnungskreuz an den Ort. Am vergangenen Samstag trafen dort aber mehrere Menschen zu einem Gottesdienst zusammen. Vor der kleinen Kapelle inmitten des ...
  • 14.06.2018

    Die unstillbare Sehnsucht nach der alten Heimat

    Von Katja Mitic Meine Oma wird bald 91 Jahre alt und hat nie aufgehört, ihre Heimat zu vermissen. Im August werden es 71 Jahre her sein, dass sie ihr Zuhause verlassen hat: ein kleines Haus in einem kleinen Dorf, das nun in Polen, genauer in Schlesien, liegt. »Komm, wir fahren zusammen hin«, schlug ich ihr vor. Doch Oma konnt ...
  • 30.05.2018

    Přemysl Pitter: Unter dem Rad der Geschichte

    »Im Mai 1945 holt der tschechische Christ und Erzieher Přemysl Pitter jüdische Kinder aus Theresienstadt, die dort ihre Familien verloren haben. Er bringt sie in vier Schlössern unter. Pitter und sein Team nehmen auch hunderte deutsche Kinder aus tschechischen Lagern auf. Gemeinsam leben sie Versöhnung und ermöglichen den Kindern Heilung und e ...
  • 16.04.2018

    Kurt Weihe und Schüler bauen ein besonderes Modell

    Limbach-Oberfrohna. Schüler der Gerhart-Hauptmann-Schule und Mitglieder der Limbacher Kreisgruppe der Ostpreußen arbeiten derzeit an einem großen Projekt: Sie bauen ein Modell eines Flüchtlingstrecks nach. Im Winter 1944 starteten die ersten Flüchtlingstrecks vor der russischen Front in Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Schle ...
  • 11.04.2018

    Sachsen als Zufluchtsort

    Von Ofer Waldman […] Freiberg, eine florierende Stadt. Einst durch Silberbergbau bekannt, beheimatet die Stadt heutzutage erfolgreiche High-Tech-Unternehmen. Die Altstadt ist gepflegt, ihre Mauer und Wachttürme stehen in restaurierter Pracht. Etwa 2.500 Asylbewerber leben hier. Den Vergleich zwischen den beiden Fluchtwellen l ...
  • 12.02.2018

    »Verlaust, zerlumpt – damit entsprachen sie dem Klischee«

    Interview von Uwe Klußmann […]  Der Spiegel: Sehr viele Menschen wissen um die Erfahrung von Flucht und Vertreibung in ihrer Familienbiografie. Andreas Kossert: Und dennoch herrscht weitgehend Unkenntnis über Bedeutung und Größenordnung dessen, was sich nach 1945 ereignet ...
  • 31.01.2018

    Vertriebene ziehen in Kolonne zum Gestüt

    […] Am 23. August 1946 sei dann der Befehl gekommen, sich einen Tag später an einer fünf Kilometer entfernten Bahnstation einzufinden. »Was soll man mitnehmen? Lebenswichtige Entscheidungen mussten in einer Nacht gefällt werden«, blickte er zurück. In Viehtransportern sei es gen Westen gegangen, in Marienborn bei Helmstedt habe man in Person ...
  • 30.01.2018

    »Tote Babys wurden mit Schnee zugedeckt

    Von Elisabeth Hussendörfer […] Da waren sie wieder, die Bilder von der Flucht. Wie wir, meine Mutter, meine beiden kleinen Geschwister und ich von russischen Soldaten mit gezückten Gewehren durch die Kälte getrieben wurden. Wer nicht mehr konnte, Kinder, Alte, Schwangere, blieb am Wegesrand zurück und ist erfroren. Am schl ...
  • 30.12.2017

    Eine außergewöhnliche Reise

    […] »… Ich zeigte meiner Nachkommenschaft viele Sehenswürdigkeiten im Stadtkern, das alte Rathaus mit Rad und Drachen, den Krautmarkt mit dem Parnaß-Brunnen, die Jakobskirche, den großen Platz mit der Pestsäule, dem Graffiti-Haus und dem Haus der vier Mamlassen und einiges mehr. Ein Pflichtbesuch galt der Steingasse, wo mein Elternhaus (Nr. ...
  • 21.12.2017

    Cellerin feiert 100. Geburtstag

    Von Christina Matthies Altencelle. Schulz kam 1917 in Ostpreußen zur Welt, und wuchs als Älteste von vier Kinder auf einem Gut am Kopf der Halbinsel Porembischken auf. »Zur Schule und zu meinen Klavierstunden bin ich immer über den See gerudert«, erinnert sie sich. »Ich war damals eines der ersten Mädchen ...
  • 25.10.2017

    Bayerisch-böhmische Familiengeschichte in Fotos

    Interview: Martina Schneibergová […] Radio Prag: Wie heißt das Dorf, aus dem Ihr Großvater stammte? Anne Erhard: »Es heißt auf Deutsch Schönfelden, auf Tschechisch Osí. Die meisten Dörfer wurden komplett verlassen, mittlerweile sind die meisten auch komplett verschw ...
  • 14.10.2017

    Scharfe Debatte über einen unscharfen Begriff

    Von Joerg Helge Wagner […] Denn gerade an einer unmittelbaren Folge des von Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkrieges lässt sich der Unterschied zwischen Nationalismus und Heimatliebe gut herausarbeiten. Die Deutschen aus Ostpreußen, aus Schlesien und dem Sudetenland haben immer großen Wert darauf gelegt, dass sie »Ver ...
  • 21.09.2017

    König trifft Salzburger Exulanten

    Von Katrin Lange […] Im Oktober 1731 beschloss der Fürsterzbischof von Firmian, dass alle Salzburger Protestanten das Land verlassen sollten, im darauffolgenden Februar bot der Preußenkönig den »Glaubens-Verwandten seine mildtätige Hand an«. […] Viele si ...
  • 19.09.2017

    Dokumentation eines Zeitzeugen

    Von Robert Schmitt […] Auf 175 Seiten hat er »Das Flüchtlingslager Vogelherd/Schwabach« als »Station auf dem Weg der Vertreibung« beschrieben. Besonders beeindruckend sind dabei zahlreiche Zeitzeugenberichte. Über 50 000 Flüchtlinge aus dem Osten ist es nach Ende des Zweiten Weltkriegs ebenso wie ihm ergangen. Bis Dez ...
  • 05.09.2017

    Heimaterde aus Wolhynien

    Von Gabriele Struck […] Sein Großvater, der heute in Serrahn lebt, wurde am 2. Mai 1936 in der kleinen Siedlung Horodisch in der Westukraine geboren. Seine ersten drei Lebensjahre verbrachte er dort – im historischen Wolhynien. Schon 1946 sei sein Elternhaus zusammen mit den übrigen sechs Häusern von den sowj ...
  • 29.08.2017

    Julie von Kessel: Altenstein

    »Die Geschichte einer alten Adelsfamilie, die an ihrem Erbe fast zerbricht. Im Winter 1945 sitzt ein Kind in einem überfüllten Personenzug von Königsberg nach Westen. Sehnsüchtig blickt der kleine Konni hinaus in den Schnee – seine Mutter ist nicht mitgekommen. Gräfin Agnes von Kolberg wird ihren zehn Kindern erst später auf das Gut Altenst ...
  • 27.08.2017

    »Die kleinen Russen«

    Von Gabriele Struck […] Wolhynien? Wo ist das denn? Diese Frage ist immer noch oft zu hören. Das ist auch kein Wunder, denn die Aufarbeitung der Geschichte der Wolhynien-Deutschen begann erst vor 25 Jahren. Johannes Herbst ist damals Bürgermeister in Linstow, als ihm eine Nachbarin ihre Fluchtgeschichte erzählt ...
  • 02.08.2017

    Verena Feistauer: Eine neue Heimat im Kino

    »Infolge des Zweiten Weltkriegs verloren etwa zwölf Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den damaligen deutschen Ostgebieten und den deutschen Siedlungen in Osteuropa ihre Heimat. Ihre Integration in der BRD und der DDR verlief nicht immer reibungslos, sondern wurde durch das Aufeinanderstoßen verschiedener Mentalitäten und Konfessionen er ...
  • 31.07.2017

    Schlesier kommen zur traditionellen Wallfahrt nach Neviges

    Von Isabel Nosbers […] Die Messe ist stets etwas ganz Besonders, denn sie wird nach schlesischen Liturgien gehalten und es werden schlesische Lieder gesungen. »Man kann schon sagen, dass ist für uns ein Highlight im Jahr«, sagt Renate Sappelt, eine der Organisatorinnen. Auf ihrem T-Shirt steht »im Herzen Schlesier« – de ...
  • 00.00.0000

    ...
  • Blättern:

    Seite von 10