Vertreibung

  • 15.05.2019

    Peggy Mädler: Wohin wir gehen

    »Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie tei ...
  • 08.05.2019

    Der Fontane-Literaturpreis 2019 geht an Peggy Mädler

    […] In der Begründung der Jury heißt es: »Wohin wir gehen ist ein schmales Buch – und doch steckt in ihm ein ganzes Jahrhundert. […] Drei Generationen, drei Freundinnenpaare. Geprägt sind ihre Lebensgeschichten von Brüchen und Veränderungen, ausgelöst durch Krieg, Vertreibung und wechselnde politische Systeme bei den einen, dur ...
  • 31.03.2019

    Erinnerung an Böhmen und Mähren

    […] »Die Fotos sprechen mich so berührend an«, fasste eine der Besucherin ihre Empfindungen beim Rundgang durch die Galerie mit 54 Porträts zusammen, die sich im Treppenhaus nach oben und weiter im Raum »bb-dialog« aneinander reihen. Bis auf zwei der Porträtierten sind alle vor 1945 geboren. Sie sind nur eine kleine Auswahl, stellvertretend ...
  • 07.01.2019

    Verspielter Phantast

    […] Coudenhove-Kalergi, der jüngste Bruder der Journalistin und Autorin Barbara Coudenhove-Kalergi, wurde am 10. April 1937 in Prag geboren und wuchs ab 1945, nach der Vertreibung der Familie, in Österreich auf. Als Enkel einer Japanerin und in zweiter Ehe mit einer Japanerin verheiratet, übersiedelte er 2003 nach Japan. […] ...
  • 07.01.2019

    Dieter Heun und Heidi Rust stellen ihr neues Buch »Schatten auf der Seele« vor

    von Redaktion AltkreisBlitz […] Breiten Raum nimmt die Massenflucht der Deutschen aus Ostpreußen, Westpreußen, Pommern und Schlesien ein. In dem gigantischen Leidenszug verzweifelter Menschen ins vermeintlich rettende restdeutsche Reich sind auch zahlreiche spätere Burgdorfer. Entbehrungen und Ängste kennzeichnen ihre Beri ...
  • 01.09.2018

    Vertreibung aus Mähren, Neustart und ein langer Kampf gegen Windmühlen

    Von Josef Achleitner […] In seinem Fall gezwungenermaßen und mangels Mitteln improvisiert, denn der heute 87-Jährige entstammt dem mährischen Grafengeschlecht Podstatzky-Lichtenstein und Freiherrn zu Prussinowitz, einer der alten Adelsfamilien dieser Region. Sitz der Familie war bis 1945 Schloss Teltsch (tschechisch: Telč) ...
  • 29.05.2018

    »Wir müssen das Wort Vergebung beachten«

    Von Till Janzer […] Radio Prag: Vor allem die Szenen aus der Vertreibung von Else und ihrer Familie als Deutsche aus der damaligen Tschechoslowakei schildern Sie sehr detailliert. Stehen da konkrete Schicksale im Hintergrund? Sabine Dittrich: »Ja, ich habe viele Berichte v ...
  • 12.02.2018

    »Verlaust, zerlumpt – damit entsprachen sie dem Klischee«

    Interview von Uwe Klußmann […]  Der Spiegel: Sehr viele Menschen wissen um die Erfahrung von Flucht und Vertreibung in ihrer Familienbiografie. Andreas Kossert: Und dennoch herrscht weitgehend Unkenntnis über Bedeutung und Größenordnung dessen, was sich nach 1945 ereignet ...
  • 14.10.2017

    Scharfe Debatte über einen unscharfen Begriff

    Von Joerg Helge Wagner […] Denn gerade an einer unmittelbaren Folge des von Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkrieges lässt sich der Unterschied zwischen Nationalismus und Heimatliebe gut herausarbeiten. Die Deutschen aus Ostpreußen, aus Schlesien und dem Sudetenland haben immer großen Wert darauf gelegt, dass sie »Ver ...
  • 07.06.2017

    Friedensmarsch erinnert an die Opfer der Vertreibung

    Von Sandra Zistl […] Der Marsch hatte in die entgegengesetzte Richtung, also von Brünn aus Richtung österreichische Grenze, vor 72 Jahren schon einmal stattgefunden und er ist in die Geschichte eingegangen als »Brünner Todesmarsch«. Am Fronleichnamstag, dem 30. Mai 1945, hatten tschechische Milizen, großteils Arbeiter de ...
  • 07.11.2016

    FilmFestival Cottbus – Special »Spuren suchen«

      Das Programm »Spuren suchen: deutsch-tschechisch-polnische Geschichte(n) im Wandel« setzt sich in 13 Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilmen insbesondere mit der gemeinsamen Aufarbeitung von Vertreibungserfahrungen nach dem Zweiten Weltkrieg auseinander. ...
  • 04.03.2016

    In Erinnerung an den 4. März 1919 versammelte sich die sudetendeutsche Landsmannschaft

      […] Lehnert sprach auch von der schwierigen Zeit, die nach dem 4. März 1919 kam. Der »Befreier« von 1938 sei dann ein Verbrecher gewesen, »der von unserem Volk verachtet wird«. Der BdV–Chef ging aber auch auf die Toten und Entrechteten unter Staatspräsident Benesch und Außenminister Masaryk ein: »Wir sind die letzten Zeitzeug ...
  • 06.02.2016

    Das Ende des Zusammenlebens

    Von Till Janzer […] Es sind rund drei Millionen Deutsche, die 1945/46 aus der Tschechoslowakei vertrieben wurden. Die Idee, diesen Teil der Bevölkerung auszusiedeln, kam aber nicht erst mit dem Ende des Kriegs auf. Sie entstand schon 1938, als beide Völker am Ende der Verständigung angelangt waren. Tomáš Dvořák ist Hist ...
  • 15.01.2016

    Joseph Ettinger: Kurze Geschichte der ersten Einwanderung oberösterreichischer evangelischer Glaubensbrüder nach Siebenbürgen

    »Im Jahr 1835 legte der damalige Pfarrer von Neppendorf, heute ein Stadtteil von Hermannstadt (Sibiu) in Rumänien, die erste Geschichte der im 18. Jahrhundert aus Innerösterreich nach Siebenbürgen deportierten Protestanten vor. Sie trug mit dazu bei, dass sich aus den Zwangsmigranten die Gruppe der Landler entwickelte, eine Minderheit innerhal ...
  • 03.12.2015

    Sidonie Nádherny: Gartenschönheit oder Die Zerstörung von Mitteleuropa

    Václav Wagner (1893–1962), einer der führenden Denkmalpfleger der Ersten Tschechoslowakischen Republik, hat sieben Jahre lang, zwischen 1942 und 1949, die Schlossherrin von Janowitz, Sidonie Nádherný (1885–1950), beraten: Gegen die Deutschen, die 1942 den SS-Truppenübungsplatz Böhmen südlich von Prag anlegten und über 30 000 Menschen von ...
  • 28.11.2015

    Vertrieben aus der Mitte der Welt

    Von Beatrice von Matt […] Václav Wagner, Denkmalpfleger in Prag, erscheint ihr als Retter in der Not. Der renommierte Kunsthistoriker mit Spezialgebiet Barock steht ihr denn auch bei mit Rat und Tat, ohne allerdings das Debakel verhindern zu können. Er denkt wie Sidonie Nádherný, ...
  • 22.11.2015

    Jugend entdeckt die deutsche Vergangenheit

    Von Nils Kopp […] Der heute 16-jährige Luděk Němec aus Budweis war schon als Kind hier mit seinen Eltern, um den Urlaub zu genießen. Irgendwann fragte er sich, was hier für Ruinen stehen, wer darin gelebt hatte. Vor vier Jahren forschte er nach, nahm Kontakt auf mit den Familien der Vertriebenen und hört zum ersten Mal v ...
  • 18.11.2015

    Von Gablonz nach Neuheim

    Der Anblick der ihnen zugedachten Unterkünfte war für die Ankömmlinge ein Schock. »Die Häuser waren in einem katastrophalen Zustand«, stellte Hans Schmutzer, einer der künftigen Bewohner, deprimiert fest. Türen und Fenster waren heraus gerissen, ebenso Schlösser, Steckdosen und Schalter. Halbe Dächer fehlten. Keller waren vermauert und mit ...
  • 14.11.2015

    Die Vertriebenen als Sündenböcke

    Von Patrick Bahners […] Die Kräfte, die jetzt den zweiten Direktor vergrault haben, erkennen einen Konstruktionsfehler darin, dass das Gesetz den organisierten Nachfahren der Vertriebenen sechs der 21 Sitze im Stiftungsrat zuteilt. […] ...
  • 05.11.2015

    Unversöhnt im Berliner Deutschlandhaus

    Von Regina Mönch […] Am Dienstagabend kam dann die Nachricht aus dem Hause Grütters, Halder habe aus persönlichen Gründen abgesagt. Nach Kampfabstimmung ist also alles wieder auf Null gestellt. Die fünfzehn Mitarbeiter der »Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung« arbeiten derweil seit einem Jahr führerlos vor sich hi ...
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