Ukraine

  • 14.12.2018

    Es geschehen Zeichen und Wunder

    Von Roswitha Schieb […] Eine Karikatur aus der Illustrierten Kronenzeitung vom Oktober 1918 zeigt den Auszug der Nationalitäten aus dem österreichisch-ungarischen Reichsrat in Wien im Herbst 1918. Da schiebt ein Tscheche eine mit Staatsrechts-Büchern beladene Schubkarre in Richtung Prag, ein verwegener Pol ...
  • 21.10.2018

    Ein Zerrissener in Halb-Asien

    Von Christian Hütterer […] »Ich bin für den berechtigten Einfluß des deutschen Geistes im Osten, aber wo in seinem Namen gewaltsame Germanisierung versucht wird, da geißle ich diese verhängnißvollen Bestrebungen«, schrieb Franzos. Sein Ideal war die Gleichberechtigung aller Völker im Osten Europas: »Ich bekämpfe den ...
  • 22.08.2018

    In Lemberg schaut man sich wenig in die Augen

    Das Gespräch führte Olesja Jaremtschuk Vor nicht langer Zeit kam die erste Stadtschreiberin nach Lemberg/Lwiw. Ihre Aufgabe ist es, über die Stadt zu schreiben. In dem Stipendienprogramm, das vom Deutschen Kulturforum östliches Europa durchgeführt wird, folgt Lwiw Vorgänger-Städten wie Breslau, Riga, Tallinn oder Danz ...
  • 17.08.2018

    Immanuel Weißglas: »ER«

    Von Hans Christoph Buch Nein, Sie irren sich nicht, wenn das Gedicht Ihnen bekannt vorkommt, denn manche dieser Verse kehren wortwörtlich wieder in Paul Celans Todesfuge, dem wohl berühmtesten Text der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur: vom Grab in den Lüften bis zum Tod als Meister aus Deutschland, der mit Schla ...
  • 17.08.2018

    Poesiealbum 334: Immanuel Weißglas

    »Immanuel Weißglas hat in Czernowitz mit dem später berühmten Paul Celan nicht nur die Schulbank gedrückt, er war lebenslang mit ihm befreundet; Harald Kittner nannte sie Orest und Pylades. Als Celan für sein berühmtestes Gedicht, die Todesfuge, des Plagiats bezichtigt wird, wandte sich Weißglas strikt gegen das ...
  • 15.08.2018

    Bewegtes Land

    Von Christoph Hurnaus […] Die Stadt, die bis zum Ersten Weltkrieg vorwiegend polnisch geprägt war, war im Laufe ihrer Geschichte immer ein Hort unterschiedlicher Kulturen und Ethnien. Neben Polen lebten in der österreichisch-ungarischen Epoche Ukrainer, Juden, Armenier und deutschsprachige Beamte friedlich zusammen. Diese ku ...
  • 08.06.2018

    Die geheimnisvolle Großmutter

    Von Volker Blech […]In Marina B. Neuberts Roman Kaddisch für Babuschka hat es die Ich-Erzählerin vor langer Zeit nach Berlin verschlagen, wo sie gerade an ihrem Roman Mutterstadt arbeitet. In ihrer Geschichte reist die Hauptfigur Hannah zurück nach Lemberg zu ihrer lange tot geglaubten, von der Familie tot ...
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  • 21.03.2018

    Auf der Suche nach dem Liebenswerten

    Von Rainer Kollmer […] Die Stadt (Stanislaw, heute Iwano-Frankiwsk – Anm. d. Red.) mit der wechselvollen Namensgebung liegt zwischen Lemberg und Czernowitz. Im längst verschwundenen Galizien war sie ein munterer Multi-Kulti-Ort. Mit gebührendem Abstand wurde das Leben der Menschen in di ...
  • 16.03.2018

    Van der Bellen zieht positive Bilanz über Ukraine-Besuch

    Von APA […] »Es war ein sehr schöner Besuch«, sagte Van der Bellen in der Hauptstadt des ehemaligen österreichischen Kronlandes Galizien. »Man fühlt sich einerseits wie zuhause, andererseits 50 Jahre zurückversetzt«, sagte Van der Bellen nach einem ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt. »Ich mag es, wenn man durch ...
  • 22.02.2018

    Eine Stadt wacht auf

    von Peter Althaus Lemberg – dieses Wort hatte einen besonderen Klang in den Ohren der Juden Europas. Einst als das Jerusalem des Ostens bekannt, war es das kulturelle Zentrum Galiziens. Während der Schoa eines Großteils ihrer jüdischen Bevölkerung beraubt, darbte die Stadt lange im Grau des Ostblocks, weit hinter dem Eiser ...
  • 09.02.2018

    Die gläserne Redaktion: Details, die oft unbeachtet bleiben

    Von Johannes M. Fischer […] Vielleicht ist das eines der Geheimnisse der Stadtschreiberin von Lwiw: Sie schillert selbst und ist gleichzeitig tapfer genug, sich in die funkelnden Seelen anderer hinein zu versetzen. Im Mai tritt sie ihr »Amt« an. Dann steigt sie von heute auf morgen vom Thron der Wissenschaft in die Straßens ...
  • 22.01.2018

    Barbara Thériault war Stadtschreiberin in Lemberg/Lwiw 2018

    Eine vom Deutschen Kulturforum östliches Europa berufene Jury, der auch zwei ukrainische Vertreterinnen angehörten, wählte Barbara Thériault, Soziologie-Professorin an der Universität Montréal in Kanada, als Stadtschreiberin in Lemberg 2018. ...
  • 03.01.2018

    Kronjuwelen brennen nicht

    Von Kerstin Holm , Lemberg […] Nur vereinzelte Kostbarkeiten kamen aus Übersee zurück, und zwar aus dem Nachlass des Archäologen Jarosław Pasternak, der zur Zeit der deutschen Besatzung die Lemberger Staatssammlung von Altertümern leitete. Pasternak, der noch in der österreichischen Armee gedient und außer in Galizien i ...
  • 03.01.2018

    Schwieriges Gedenken

    Von Barbara Coudenhove-Kalergi […] Befreit fühlten sich vor allem die Bewohner der Nachfolgestaaten, die sich nun endlich vom »Völkerkerker« der Habsburgermonarchie erlöst sahen und ihre langersehnte Unabhängigkeit verwirklichen konnten. Enttäuscht waren vor allem die Deutschsprachigen in jenen Ländern. Deutschböhmen, Galizianer u ...
  • 20.12.2017

    Eine Reise durch die ostmitteleuropäische Geschichte

    Von Agnieszka Hudzik […] novinki: Woher kommt Ihr Interesse an Osteuropa? Martin Pollack: Das ist einer infantilen Reaktion geschuldet. Mein Studium der Slawistik war ein Widerstand gegen meine Großmutter. Sie war die Chefideologin in der Familie väterlicherseits, eine un ...
  • 13.12.2017

    Ausstellung in Wien zeigt, wie Kinder den Holocaust erlebt haben

    Von Oona Kroisleitner […] So erzählt eine Tafel die Kurzgeschichte »Der Glücksfall«, eine Art Aschenputtelmärchen: Ein Mädchen mit einer bösen Stiefmutter lief von zu Hause weg und fand eine neue Bleibe bei einer Prinzessin, wo sie bis ans Ende ihrer Tage glücklich lebte. Geschrieben wurde der Text von Nelly Toll, die 1935 in Lembe ...
  • 12.12.2017

    Porträtausgabe Martin Pollack

    Aus dem Inhalt Claudio Magris: Carissimo Martin! – Brief aus Leopoli nach Lemberg oder vielleicht aus Lwiw nach Lwów, in jedem Fall an Martin Pollack Gerhard Zeillinger: Fundstücke. Versuch über Martin Pollack Martin Pollack: Fundstücke Richard Swartz: Hunde am Ersten Mai Erich Hackl: Na ...
  • 01.12.2017

    »Ich bin zu emotional«

    Aufgezeichnet von Leonie Feuerbach […] F.A.Z. Magazin: Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken? Shantel: Mit einer Lammkeule habe ich mal Wladimir Kaminer bekocht. Das fand er super. Ich glaube, er hat daraus sogar eine Geschichte gemach ...
  • 05.11.2017

    Von den Fängen eines fernen Kriegs

    Von Floo Weißmann […] Es gibt ein anderes Gesicht der Ukraine als die Ruinen des Flughafens von Donezk. In der alten Kulturmetropole Lemberg kann man es erkunden. Armenier, Ruthenen, Juden, Polen, Österreicher und Russen haben im Laufe der Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen. Ältere verklären die Herrschaft der Habsburge ...
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