Italien

  • 09.04.2019

    Im Bauch einer Kopfgeburt

    Von Gregor Dotzauer   […] Claudio Magris hat die Hafenstadt an der Adria, in der er 1939 geboren wurde, zu unterschiedlichen Zeiten seines Lebens auf beide Weisen erlebt: als schlecht durchlüftete »Abstellkammer der Zeit« – und als intellektuellen Geräteschuppen eines Europa, dessen Werkzeuge nur darauf warten, ...
  • 11.07.2017

    Peter Becher: Adalbert Stifter

    »›Jetzt öffnen mir seine Erzählungen immer wieder farbige Stellen in gleichwelchen Wäldern.‹Peter Handke Adalbert Stifter, geboren am 23. Oktober 1805 im südböhmischen Oberplan (heute Horni Planá), steht 2005 neben Schiller im Mittelpunkt des literarischen Interesses. Seine Erzählungen gehören mi ...
  • 16.07.2014

    Was ein Hundertjähriger zu erzählen hat

    von Hans-Jürgen Schrader Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2014 […]F.A.Z.: Sie sind ein Verfechter einer starken regionalen Verwurzelung. Fürchten Sie nicht, dass das Gift des Nationalismus auch im 21. Jahrhundert noch wirksam ist? Boris Pahor: Ich halte es für eine ...
  • 16.06.2014

    Liebe Erika, warum musstest du deutsch sein?

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2014 Als er geboren wurde, hatte der österreichische Thronfolger, der in Sarajevo ermordet wurde, fast noch ein ganzes Jahr zu leben. Boris Pahor war fünf Jahre alt, als der Erste Weltkrieg endete und er mitansehen musste, wie italienische Faschisten das slowenische Kulturhaus in seiner Heimat ...
  • 27.08.2013

    Schreiben in Triest, also an der Bruchlinie

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2013 […] Er blieb auf den Platz zwischen allen Stühlen abonniert, sei es als Anwalt slowenischer Kultur auf italienischem Boden, sei es als Aufkklärer in politischen Dingen. […] 2012 erschien bei Rizzoli seine Autobiographie Figlio di nessuno (Niemands Sohn), die manche Schleier ...
  • 28.06.2013

    Weiß ist die Geburt, rosa das Leben, braun der Tod

    Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.11.2012 […] Die stolze k.u.k.-Vergangenheit hat ihre Spuren nicht nur in barocker Architeltur und der der eher unitalinischen Bedächtigkeit der 200.000 Einwohner hinterlassen, sondern auch in der Küche und den Gaststuben –so auch in der Antica Trattoriaq Suban, in der sechsten generation zu ...
  • 18.01.2012

    Albert Holler: Entfernte Heimkehr

    »Die Geschichte von Karl H. beginnt zwischen den Kriegen, an Grenzen, die nicht eindeutig zu ziehen sind, zwischen Mitteleuropa und dem Balkan. Er liebt die Zahlen, das Bedürfnis nach Klarheit und Ordnung wird ihn sein Leben lang begleiten. Es führt ihn in ein fernes Alpental, wo er im Namen des Fortschritts am Bau eines gigantischen Kraftwerks mi ...
  • 06.01.2011

    Almut Bues (Ed.): Zones of Fracture in Modern Europe: Baltic Countries, Balkans and Northern Italy

    Sprachen: Englisch • Italienisch Until recently, there have not been many researches on border zones in Early Modern Europe. For the time before the emergence of nation-states, however, it is convenient to think in European cases, which indicate instability or cooperation in these zones of contact. Three representative geographic regi ...
  • 05.03.2010

    Unentschiedenheit als Existenzgrund

    Frankfurter Allgemeine Zeitung • 04.03.2010 »Es gebe ein Italien der Provinz, hat Claudio Magris einmal geschrieben, in dem stecke ›mehr Leben und Intelligenz als in den sogenannten Zentren, die sich für Premierenlichtspielhäuser halten und manchmal doch bloß alte Kinos sind, kurz vor der Schließung…‹ « ...
  • 05.03.2010

    Gaby Wurster: Triest

    »Triest liegt im äußersten Nordosten Italiens – sechs Zugstunden von Mailand entfernt, aber nur eine Stunde von Ljubljana. Mit dieser Lage hängt die wechselvolle Geschichte der Stadt zusammen: Jahrhundertelang gehörte Triest zur habsburgischen Donaumonarchie und schwang sich zu einem kosmopolitischen bürgerlichen Zentrum auf. Z ...
  • 18.06.2009

    Schriftsteller Claudio Magris erhält Friedenspreis

    Die Welt • 18.06.2009 Der italienische Schriftsteller Claudio Magris erhält in diesem Jahr den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Wie kein anderer habe sich der 70-Jährige mit den Problemen des Zusammenlebens und Zusammenwirkens verschiedener Kulturen beschäftigt, begründete der Stiftungsrat seine Wahl. […] Magris e ...
  • 09.06.2008

    Vom Pfeffer des ungelebten Lebens gestochen

    Frankfurter Allgemeine Zeitung • 09.06.2008 […] Zu den strukturbildenden Maßnahmen des Romans gehört der Stadt-Land-Gegensatz. Gewiss ist das Triest von 1890 kein Großstadt-Moloch; trotzdem leidet Alfonso am Heimweh und entbehrt die gute Landluft, der er gerade glücklich entronnen ist. Mittels langer Spaziergänge zwischen den S ...
  • 18.02.2008

    Patrick Lehn: Deutschlandbilder

    Ein Handbuch »Seit ihrer Entstehung tragen historische Schulatlanten entscheidend dazu bei, Geschichtsbilder zu prägen. Zugleich sind sie Ausdruck sich wandelnder geschichtlicher Auffassungen. Über Generationen hinweg haben sie die raumbezogenen Vorstellungen der Deutschen von ihrem eigenen Land und auch der gesamten Welt beeinflusst ...
  • 18.01.2008

    Vom Leben in Cafés und zwischen Buchdeckeln

    Frankfurter Allgemeine Zeitung • 17.01.2008 […] Triest, die Hafenstadt an der Adria, am äußersten Ende Italiens und mitten in Europa gelegen, ist eine Metropole der Dichter, aber sie macht kein großes Aufhebens darum. Nur wer gezielt sucht, wird die gelben, orange- oder rosafarbenen Täfelchen an den Hauswänden bemerken, die wie ...
  • 15.01.2008

    Der Zauderer verspielt sein Leben

    Frankfurter Rundschau • 12.01.2008 […] Italo Svevo, 1861 in Triest geboren und unter dem bürgerlichen Namen Ettore Schmitz dort lebend, war der Sohn eines deutsch-jüdischen Kaufmanns, besuchte ein Internat nahe Würzburg, konvertierte zum Christentum und arbeitete als Korrespondent für Deutsch und Französisch bei einer Bank, als ...
  • 02.01.2008

    Zeuge eines Jahrhunderts der Barbarei

    Die Welt • 02.01.2008 Boris Pahor überlebte vier Konzentrationslager. Er stammt aus Triest, das damals österreichisch war. Dort lebt er heute wieder: als italienischer Staatsbürger – und bedeutendster Schriftsteller slowenischer Sprache. Jetzt besuchte er im Alter von 94 Jahren zum ersten Mal Berlin. […] ...
  • 13.12.2007

    Vom Elend der Nachbarschaft

    Neue Zürcher Zeitung • 12.12.2007 […] Der »Südosten Europas« wird in dieser Anthologie von Autoren aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus Bulgarien und Albanien repräsentiert. Swartz weiß um die Willkürlichkeit, mit der jeder Anthologist seine Auswahl zu begründen hat, und räumt vorsorglich ein, dass er nicht nur andere Autore ...
  • 27.10.2007

    Die Vergangenheit ist ein anderes Land

    Frankfurter Allgemeine Zeitung • 27.10.2007 Der Fluss ist smaragdgrün. Manchmal färbt ihn der feine Kalksand, den er von den Hängen der Julischen Alpen zur Adria schwemmt, milchig weiß. Seine Farbe kann von Biegung zu Biegung wechseln und von Stunde zu Stunde, mit dem Lichteinfall, dem Zug der Wolken und dem Stand der Sonne. […] ...
  • 20.08.2007

    Neue Welt

    Neue Welt ist ein Reisefilm über das Gestern und das Heute jener Landstriche Mitteleuropas, die einst als Böhmen, Siebenbürgen, Dalmatien, Galizien oder Bukowina Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie waren. Der Film reist von der alten Welt in eine neue, von Sarajewo nach Wien und weiter nach Rumänien, von ...
  • 31.03.2006

    »Breslau – Wrocław – Bresław«

    Das Erdkundebuch 5 für die zehnte Klasse Gymnasium erschien innerhalb von zehn Jahren unter zwei verschiedenen Titeln: im Jahr 1964 hieß es Deutschland, in der Neuauflage von 1974 nannte es sich verheißungsvoll Mitteleuropa. Dazwischen lagen das Jahr 1968 und Willy Brandts berühmte Geste in Warschau. Die Bundesrepublik begann sic ...
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