Ostwärts
Eine Reise durch das Baltikum

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Ein Rucksack, ein Ticket von Leipzig nach Klaipeda in Litauen und 30 Tage Zeit: Das ist alles, was Julia Finkernagel mit auf ihre Reise durch das Baltikum nimmt. Ihr Ziel hat sie ganz fest vor Augen: Tallinn, die Hauptstadt von Estland. Sie macht sich auf zu einer erlebnisreichen Reise, immer auf der Suche nach den besonderen Geschichten der Menschen, die diese Region prägen.

Julias erstes Ziel ist die Kurische Nehrung. In einer alten Villa in Nidden/Nida macht Julia ihren ersten Stopp. Das Haus hat den Zweiten Weltkrieg und die sowjetische Besetzung als Poliklinik nahezu unbeschadet überstanden. Jovita Drungiliene hat die Villa in eine Pension verwandelt. Ihr Ehemann Regimantas zeigt Julia die höchste Wanderdüne der Welt.

Weiter geht es nach Riga, die Hauptstadt Lettlands. Nicht nur die engen Gassen und die schöne Jugendstilarchitektur faszinieren Julia dort, sondern auch die Ereignisse vom 23. August 1989: Millionen Esten, Letten und Litauer gingen an diesem Tag auf die Straße – und sangen sich frei von der sowjetischen Besetzung. Als friedlicher Höhepunkt der »Singenden Revolution« ging dieser Tag in die Geschichte ein.

Die nächste Station ist der Peipussee. Dort haben sich vor 300 Jahren russische Altgläubige angesiedelt, weil sie für ihren Widerstand gegen die Kirchenreformen im Zarenreich verfolgt wurden.

Nach 30 Tagen hat Julia ihr Reiseziel Tallinn erreicht. Am letzten Abend ihrer Reise erlebt sie dort eine der berühmten »Weißen Nächte«.

Eine Reportage von Julia Finkernagel, 2011, ca. 45 Min.

Ostwärts – Eine Reise durch das Baltikum
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