13.02.2019 , 18:00
Stadt- und Landesbibliothek im Bildungsforum
Am Kanal 47, 14467 Potsdam, Deutschland

Schlesien im Mittelalter: zwischen Polen und Böhmen, Goldener Horde und Landesausbau

Ein Vortrag von Prof. Dr. Matthias Hardt im Begleitprogramm der Ausstellung »Der Breslauer Psalter. Glanzlicht europäischer Buchkunst«

Der <i>Breslauer Psalter</i>: Auf der aufgeschlagenen Doppelseite sind zahlreiche aufwendig gestaltete Initialen sowie fünf Miniaturen am Rand die König David den Autor der Psalmen in verschiedenen Szenen zeigen.

Das von slawischen Gruppen bewohnte Land an der Oder mit seinen Hauptorten Breslau und Oppeln wurde im hohen Mittelalter zunächst von den Fürsten aus der Familie der Piasten in das werdende Polen integriert, in dem es bald ein Teilfürstentum bilden würde. Obwohl auch in dieser Zeit vielfältige böhmische Einflüsse über das Gebirge auf Schlesien einwirkten, dauerte es doch bis ins frühe 14. Jahrhundert, bis das Land ein Bestandteil der »Böhmischen Krone« wurde.

In der Zwischenzeit hatte sich Schlesien verändert. Im Jahr 1241 hatte ein Heer der mongolischen Goldenen Horde das Land verwüstet; im Verlauf des späten 12. und im 13. Jahrhundert kamen auf Einladung der schlesischen Fürsten zahlreiche westliche Zuwanderer ins Land, die gemeinsam mit der ansässigen Bevölkerung neue Siedlungen und Städte aufbauten und im Gebirge den Bergbau intensivierten.

Im Vortrag sollen die geschichtlichen Zusammenhänge erklärt werden, denen der Breslauer Psalter seine Entstehung verdankt.

Referent

Prof. Dr. Matthias Hardt, Leibnitz-Institut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa, Leipzig

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Kooperation mit dem Quaternio Verlag Luzern und der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam.

Die Ausstellung Der Breslauer Psalter – Glanzlicht europäischer Buchkunst wird vom 24. Januar bis 2. März 2019 gezeigt. Sie bietet die Gelegenheit, die einzelnen Seiten dieser Prachthandschrift mit ihren vielen Details aus der Nähe zu betrachten und im ausliegenden Faksimile-Band zu blättern.

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