28.04.2013 - 26.05.2013
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7/Ecke Stresemannstr. 110, 10963 Berlin

Die Bilderkammer des Bruno Schulz – das letzte Werk eines Genies

Das letzte Werk eines Genies – eine mobile Installation von Benjamin Geissler

Der Schriftsteller und Maler Bruno Schulz (1892–1942) wurde als Österreicher geboren, lebte als Pole und starb als Jude. Mit seinen Erzählbänden Die Zimtläden und Das Sanatorium zur Todesanzeige erlangte er in Polen Berühmtheit. Er gilt als einer der einflussreichsten und doch kaum bekannten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Sein Opus Magnum Der Messias ist bis heute verschollen.
Unter deutscher Besatzung mußte Bruno Schulz 1942 die »Bilderkammer« als »Leibjude« für den Wiener SS-Hauptscharführer und »Blutordensträger« Felix Landau gestalten.

Benjamin Geissler entdeckte die Wandmalereien 2001 bei Dreharbeiten im heute ukrainischen Drohobycz wieder. Doch bereits kurze Zeit später wurde sie durch die Entnahme einzelner Fragmente durch die Gedenkstätte Yad Vashem und später durch das ukrainische Kulturministerium zerstört. Das Vorgehen löste eine weltweite Kontroverse aus. Nach jahrelangen Bemühungen rekonstruiert Benjamin Geissler das letzte Werk des Genies in einer erstmals maßstabsgetreuen Multimedia-Installation.

Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Texten und zahlreichen Illustrationen erhältlich.

Die Bilderkammer des Bruno Schulz
Weitere Informationen auf den Internetseiten der Berliner Festspiele

www.benjamingeissler.de
Der Flyer zur Ausstellung

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